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Der Prignitzer

09. Dezember 2016 | 01:04 Uhr

Kraniche im Moor : Den Glücksvögeln auf der Spur

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Herbstzeit ist Kranichzeit: Die imposanten Vögel machen auf ihrem Weiterflug in ihre südlichen Winterquartiere Rast im Rambower Moor

Als eine der urtümlichsten Naturlandschaften Deutschlands ist die Prignitz besonders zu dieser Jahreszeit ein Paradies für ruhesuchende und naturverbundene Urlauber. Mystische Orte wie das Rambower Moor verbreiten vor allem in den frühen und späten Stunden des Tages eine ganz besondere, geheimnisvolle Atmosphäre. Das Rambower Moor wurde 2014 von der Heinz Sielmann Stiftung unter 18 Moorlandschaften zu Deutschlands schönstem Naturwunder gekürt. Artenreiche Feuchtwiesen mit Orchideen und Wollgras, dichte Schilfgürtel, ein flacher Moorsee sowie seltene Brut-, Rast- und Zugvögel können hier beobachtet werden, wie Ricarda Rath von der Naturwacht Brandenburg berichtet. Abends, wenn die nebelschwadigen Feuchtwiesen im Sonnenuntergang liegen, ziehen Kraniche laut trompetend und in langen Ketten an das Gewässer, beschreibt sie die Atmosphäre. Die imposanten Vögel machen jeden Herbst in der Prignitz Rast, um sich vor dem Weiterflug in ihre spanischen und französischen Winterquartiere zu stärken.

„Herbstzeit ist in der Prignitz Kranichzeit“, fasst es Ricarda Rath kurz und knapp zusammen und fügt an: „Auf unseren Rangertouren können Besucher die Kraniche im stimmungsvollen Morgen- und Abendlicht erleben.“ So starten am 14., 15. und 23. Oktober um 17 Uhr geführte Ausflüge in das 450 Hektar große Rambower Moor, das sich rings um den Rambower See schmiegt. In 2,5 Stunden vermitteln die Naturparkranger viel Wissenswertes über den Lebensraum Moor und laden im Anschluss zu einer Kranichbeobachtung am Aussichtsturm ein. „Schöne Orte gibt es viele auf diesem Weg“, so Ricarda Rath. Den Rohrdommelturm hat sie als ihren Lieblingsplatz auserkoren, „weil er einen weiten Blick auf das Moor und kreisende Seeadler, Kraniche und gaukelnde Weihen freigibt und viel Raum für Entdeckungen lässt.“

Die ersten beiden Führungen am 14. und 15. Oktober starten um 17 Uhr an der Kirche Rambow am See wie die Naturwacht mitteilt. Frühaufsteher können am 23. Oktober an der Rangertour „Morgenstimmung am Moor“ teilnehmen. Um 6 Uhr geht es ab der Kirche zu den Moorwiesen, die noch bis zum Morgengrauen im Stillen liegen, bald aber vom lauten Ruf der Kraniche geweckt werden. Wer an den Rangertouren teilnehmen möchte, meldet sich bitte unter der Telefonnummer 038792/50 76 46 an.

Wer das Rambower Moor lieber auf eigene Faust erkunden will, kann den mit dem gelben Punkt markierten Zweiseitenweg entlang wandern. Der drei- bis vierstündige Rundkurs passiert auf 12,5 Kilometern die Orte Rambow, Nausdorf und Boberow. Informationstafeln erzählen Geschichten aus dem Moor und geben einen Einblick in die Entwicklung und die vielfältigen Lebensräume. Eine Stärkung nach der Wanderung gibt es an den Wochenenden im MoorCafé in Boberow. Von den großen Panoramafenstern aus können die Besucher den herrlichen Ausblick auf die Natur genießen.

 


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erstellt am 06.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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