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Der Prignitzer

29. Mai 2016 | 09:34 Uhr

Kita-Sanierung : Da macht Händewaschen Spaß

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wie die Kleinen erhalten jetzt auch die Größeren der Awo-Kita einen neuen Sanitärtrakt / Derzeit gehört das Obergeschoss den Handwerkern

Im Märchenland sind die Handwerker am Werkeln. Da wird gebohrt, gehämmert, alte Elektroleitungen werden durch neue ersetzt. Das erste Obergeschoss der Awo-Kita in der Koloniestraße ist eine Baustelle. Am liebsten würden die Drei- bis Siebenjährigen den Handwerkern bei der Arbeit zuschauen, „doch das geht natürlich nicht, mal abgesehen von Fotos, die ich ihnen immer mal wieder zeige“, fügt Kita-Leiterin Alexandra Seidel an. Sie müssen sich schon noch einige Tage gedulden, bevor sie ihre neuen Sanitärräume in Augenschein nehmen können. Denn die werden derzeit komplett saniert. Hell, vor allem alters- und kindgerecht werden sie hergerichtet und ausgestattet, berichtet die Kita-Leiterin und man spürt förmlich, wie froh sie darüber ist. „Wir haben uns das so lange schon gewünscht“, und die Hygiene hat es bereits mehrmals angemahnt.

Während unten die Räumlichkeiten der Kita einschließlich Sanitärtrakt saniert und umgangssprachlich dem Nachwuchs schier auf den Leib geschneidert sind, war bis dato eine Treppe höher die Zeit stehen geblieben. Immer wieder wurde mal das eine oder andere ausgetauscht, höher oder tiefer gehängt, je nachdem, welche Altersgruppe die Räumlichkeiten nutzte – zuvor waren es die Hortkinder, jetzt sind es wieder Spatzen im Alter von drei bis sechs Jahren. So waren die Toiletten samt der bis zur Decke reichenden Trennwände für Schulkinder ausgelegt, die Spiegelfliesen zwar schon jüngeren Datums, die Spiegel hingegen schätzungsweise aus den 70ern und wohin man blickte, durchzogen Rohre und Leitungen die Räume. Das soll nun ein Ende haben. Acht Gewerke – alles Firmen aus der Prignitz – sollen es bis zum 16. November richten. Dann soll alles fertig sein und wie es bislang ausschaue, sei das auch zu schaffen, gibt sich Klaus-Dieter Gerloff, zuständiger Hochbauer bei der Stadt, optimistisch.

Rund 40 000 Euro hatte die Stadt, sie ist Eigentümerin des Gebäudes, für die Sanierung eingeplant, „das reicht nicht“, weiß Gerloff mit Blick auf die Ausschreibung. Die Stadt musste nachlegen, bei 48 000 Euro sei man jetzt.

Für die Zeit, da die Handwerker oben in der „Villa Märchenland“ fleißig werkeln, sind die Steppkes in den Keller gezogen. „Wir sind derzeit Kellerkinder“, sagt Alexandra Seidel lachend. Sport- und Wellnessraum wurden zu Gruppenräumen und gesessen habe man unmittelbar neben der Küche schon immer. Überaus gemütlich haben es sich die Kinder hier gemacht, „demokratisch“ sei entschieden worden, welches Spielzeug mit in den Keller durfte.

Um die 40 Mädchen und Jungen sind es, die nun schon neugierig auf den neuen Sanitärtrakt mit Handtuchhaken für jeden, Waschbecken von klein bis etwas größer, ausreichend Toiletten, passend auch für kleine Kinderpopos, warten. Bisher sahen sie neidisch auf jene Toiletten- und Waschräume, die die Allerkleinsten ihr Eigen nennen.

„Wenn alles fertig ist, dann feiern wir mit Kindersekt“, verspricht die Kita-Leiterin, die mindestens so gespannt wie der Nachwuchs ist. Wobei, die Fliesen durften sie mit aussuchen und auch den neuen Bodenbelag. Und auch sonst seien die Handwerker nicht nur sehr fleißig, sondern nehmen auch Rücksicht, wo es sich einrichten lässt. „Wenn der Nachwuchs schläft, wird eben nicht gehämmert und gebohrt.“ Trotzdem, Bauarbeiten bei laufendem Betrieb, das ist für alle einen Herausforderung, „aber eine, die wir herbeigesehnt haben und deren Ende abzusehen ist“, ergänzt die Kita-Leiterin. „Und dann haben wir es wunderschön.“

 

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erstellt am 06.Nov.2015 | 12:00 Uhr

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