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Der Prignitzer

09. Dezember 2016 | 08:46 Uhr

Laubentsorgung geregelt : Container und 350 Big Bags für das Straßenlaub

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Geförderte Maßnahme bewilligt. Das Problem: „Wir haben Leute, aber niemanden mit Lkw-Führerschein“

Die ersten 75 Big Bags hat der Stadtbetriebshof bereits ausgebracht. „Die eigentliche Laubsaison beginnt aber erst“, fügt Leiter Reinhard Könning sogleich an. Seit 2014 setze man auf eine Kombination von großen Säcken und Containern für die Entsorgung des Straßenlaubs. „350 Big Bags und 20 Container hatten wird damals. Im vergangenen Jahr haben wir notgedrungen die Zahl der Container erhöht“, so der Betriebshofchef. Der Grund: „Wir hatten keine Ein-Euro-Jober für die Laubentsorgung bewilligt bekommen.“ So musste man nach Alternativen für die Bewirtschaftung der vielen Big Bags suchen und entschied sich für Container, da diese ein weitaus größeres Fassungsvermögen haben.

20 eigene hatte man mittlerweile, weitere 20 stellte ein Perleberger Unternehmen kostenlos zur Verfügung. Allerdings signalisierte dieses bereits, dass man in diesem Jahr in dem Umfang nicht in die Bresche springen könne.

„Trotzdem werden wir wieder das anfallende Laub in der Stadt und den Ortsteilen entsorgen“, betont Reinhard Könning. In Straßendörfern wie Dergenthin werden insbesondere Container aufgestellt. Gleichso in Runddörfern wie Groß Buchholz. „Wo es sich anbietet, sprich der Platz da ist, werden wir so verfahren.“ Anderswo werden Big Bags ausgebracht. Zwischen 300 und 400 werden es wieder sein, überschlägt Könning. Anders als im vergangenen Jahr habe man dafür wieder eine geförderte Maßnahme genehmigt bekommen. „Wir haben nun zwar die Leute, aber darunter keinen mit Lkw-Führerschein.“ Im Klartext, die eigenen Beschäftigten müssen auf die Fahrzeuge, um die Big Bags zu entleeren. Die Personaldecke hier sei aber begrenzt. Ein Kompromiss: Einwohner an vielbefahrenen Straßen in Ortsteilen werden mehrere Big Bags erhalten, so dass nicht jede Woche hier abtransportiert werden müsse.

Könning macht zugleich deutlich, dass auch in diesem Jahr nicht vor jedem Grundstück ein Big Bag platziert werden kann. Einige Meter müsse man unter Umständen in Kauf nehmen, um sein Laub los zu werden. Und auch darauf verweist der Betriebshofchef: Gartenabfälle gehören weder in die Big Bags noch in die Container. Jene können gegen ein geringes Entgelt in der Annahmestelle Wittenberger Chaussee 1 abgegeben werden. Wer möchte, kann im Gegenzug Rohkompost mitnehmen. Aber auch jeder andere könne von dem Angebot Gebrauch machen.

In den nächsten Tagen wolle man zudem wieder Laubholz häckseln. Die Späne eignen sich hervorragend als Abdeckung für die Pflanzbeete. Sie sind zum einen ein Verdunstungsschutz und zum anderen eine sogenannte Unkrautsperre. Sofern ausreichend Laubholz für die Perleberger Hobbygärtner gehäckselt sei, werde darüber informiert, so Könning. Im gleichen Atemzug verweist er darauf, dass bei Problemen insbesondere auch bei der Laubentsorgung man sich direkt an den Stadtbetriebshof wenden kann, per Telefon oder auch über den „Marker Perleberg“.  

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erstellt am 12.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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