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Hausinterne Blutspende-Aktion in Wittenberge : Belegschaft will helfen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mitarbeiter der Oleochemicals GmbH lassen sich Blut abnehmen. Das Unternehmen hofft auf künftige Aktionen mit anderen Firmen.

Jeder kann einmal in eine Notlage geraten. Man muss helfen, wenn man kann. Diese Sätze waren gestern immer wieder von den Mitarbeitern der Oleochemicals GmbH mit Sitz im Industriegebiet Süd zu hören. Erstmals organisierte das Unternehmen zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) eine hausinterne Blutspende-Aktion.

„Wir veranstalten mindestens einmal im Jahr einen Gesundheitstag. Nach dem im vergangenen Jahr äußerten die Mitarbeiter den Wunsch, sich an einer Blutspende beteiligen zu wollen“, erklärt Bärbel Hoffmann. Nach mehreren Monaten der Vorbereitung und Absprache mit dem DRK war es gestern soweit. 28 der 100 Mitarbeiter beteiligten sich. Darunter auch Daniel Jeschke, der zum ersten Mal den roten Lebenssaft spendete. „Ich finde die Aktion gut und werde beim nächsten Mal sicher wieder dabei sein“, so der 35-Jährige. Das gilt auch für Volker Buchholz. Er ist allerdings schon ein alter Spender-Hase. „Das war mein 74. Mal. Als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr weiß ich, dass man schnell in eine Notlage geraten kann und dann dankbar ist, wenn es Blutvorräte gibt“, erzählt der 54-Jährige. Der angenehme Nebeneffekt sei, dass die Blutwerte durch die ärztliche Überwachung regelmäßig überprüft werden.

Etwa ein halber Liter Blut wurde den Helfern abgenommen. Für die gab es zuckerhaltige Getränke und etwas zu essen. „Und bevor sie an die Arbeit gehen, müssen alle eine Pause einhalten. Außerdem ist auch ein Arzt hier, der alles überwacht“, so Bärbel Hoffmann. Sie selbst spendete schon einmal Blut, vertrug das aber nicht so gut und ließ es diesmal lieber bleiben. Dafür war Geschäftsführer Ronald Apel gleich Feuer und Flamme für die Idee. „Bei mir rannten die Mitarbeiter offene Türen ein. Ich möchte im Ernstfall schließlich auch gerettet werden. Deswegen habe ich mich gern auf die Liege gelegt.“ Er hoffe, dass in den nächsten Jahren auch andere Unternehmen sich für die Blutspende begeistern können. „Vorstellbar wäre, dass es einen zentralen Spendentag in einem Betrieb gibt und dann die Mitarbeiter aus anderen Firmen der Region dazukommen“, fügt Bärbel Hoffmann an. Wenn 50 Leute zusammenkämen, wäre das ein großer Erfolg, ist sie überzeugt. Währenddessen liegen Marko Weckwerth und sein Kollege Janko Schlenker auf den Liegen in dem Raum, der normalerweise für Besprechungen genutzt wird. „Ich habe schon öfter gespendet“, sagt Schlenker. Für Marko Weckwerth war es das erste Mal nach 20 Jahren.

 

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erstellt am 21.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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