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Der Prignitzer

30. September 2016 | 13:44 Uhr

Brache in Perleberg geht’s an den Kragen : Beguinenwiese nimmt Formen an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Planung geht voran, ihre Umsetzung könnte in einem Jahr beginnen. Überarbeitete Vorzugsvariante wurde im Ausschuss vorgestellt

Mit der Gestaltung der Beguinenwiese geht nicht nur ein lang gehegter Wunsch, insbesondere der Schüler und Lehrer der Rolandschule, in Erfüllung, sondern es wird auch aus städtebaulicher Sicht eine Brache beseitigt. Wenn alle weiteren Planungsschritte und die Fördermittelakquise zügig laufen, könnte es bereits in einem Jahr an die konkrete Umsetzung gehen. Das prognostizierte am Dienstagabend in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses der zuständige Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, Hagen Boddin.

Nach mehreren Abstimmungsrunden, die im Vorfeld gelaufen sind, gibt es eine Vorzugsvariante, die jetzt mit Leben erfüllt werden soll. Bedenken äußerte ein Anwohner dieses Bereiches allerdings zuvor in der Einwohnerfragestunde. Unter anderem monierte er, dass man sich mit dieser Variante nun den gesamten Autoverkehr direkt vor die Rolandschule ziehe, wohingegen man doch eigentlich bestrebt sein sollte, Straßenverkehr direkt an Schulen loszuwerden. Fragen gab es auch zur Funktion des öffentlichen Spielplatzes, der hier entstehen soll, zur Umzäunung, zur Geräuschentwicklung des hier geplanten „Tanzglockenspiels und zur Verkehrsführung.

Franz Beusch vom gleichnamigen Landschaftarchitekturbüro aus Potsdam präsentierte am Dienstag die überarbeitete Vorzugsvariante. Sowohl er als auch Robert Kazmierczak in der Stadtverwaltung zuständig für Verkehrswesen, konnten die Bedenken hinsichtlich der Verkehrsführung zerstreuen. „Der Verkehr staut sich jetzt teilweise von hier aus bis in die Wittenberger Straße zurück. Wir haben uns dafür entschieden, den Kraftfahrzeugverkehr auf diese Areal ’raufzulassen, aber eben geordnet. Die Fahrzeuge werden aneinander vorbeikommen und das Gelände auch problemlos wieder verlassen können“, so Kazmierczak.

Franz Beusch ergänzte, dass Kurzzeitparkplätze eingerichtet würden, wobei die Betonung auf „kurz“ liege. Er zerstreute auch die Befürchtung, dass das „Tanzglockenspiel“ zu starke Geräusche verursachen könnte. Es sei in der Lautstärke begrenzt.

Der Landschaftsarchitekt stellte die vorgesehene Ausstattung vor und berichtete, dass man u. a. kleine Stege – kürzer als normale Bootsstege – an der Stepenitz errichten wolle, auf denen man ein Stückchen über die Uferlinie hinaustreten und das Umfeld aus ganz anderer Perspektive betrachten könne. Hagen Boddin stellte klar, dass es sich beim künftigen öffentlichen Spielplatz auch wirklich um einen solchen handeln soll und nicht um eine Erweiterung des Schulhofes. Der Bereich des Bolzplatzes werde einen Ballfangzaun haben.

Die geschätzten Baukosten betragen nach jetzigem Stand der Dinge gut 450 000 Euro. Die Stadt will Mittel aus dem Programm „Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland“ beantragen.

 

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erstellt am 15.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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