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Der Prignitzer

08. Dezember 2016 | 10:56 Uhr

Zu wenig Platz im Ort : Bauland in Düpow ist rar

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bebauung im Außenbereich lasse Landesplanung nicht zu / Einwohner geben sich damit nicht zufrieden und wollen kämpfen

Mit Stand vom 31. August hat Düpow 359 Einwohner und ist damit bevölkerungsmäßig der größte Perleberger Ortsteil. „Wir wären noch mehr, wenn es Bauplätze gebe“, bringt es Danilo Helmdach auf den Punkt.

Knapp 30 Düpower nutzen am Montagabend die Chance, auf der Einwohnerversammlung all das los zu werden, was ihnen quer im Magen liegt. Übrigens, mit vier Monaten ist Klein-Henri der Jüngste in der Runde, der sich kurzzeitig auch zu Wort meldet.

Bauland gebe es im Rosenhagener Weg, so Danilo Helmdach. „Hier standen schon mal Gebäude“, ergänzt sein Gegenüber. Seit über fünf Jahren werde darüber gesprochen. Passiert sei nichts, keine Änderung des Flächennutzungsplanes berücksichtige Düpow. Seitens der Stadt sei offensichtlich nicht gewollt, dass Düpow weiter wachse.

Dem widerspricht Bauamtsleiter Hagen Boddin, der an diesem Abend als stellvertretender Bürgermeister agiert. Das Gegenteil sei der Fall. Doch hier handle es sich um Bauen im Außenbereich. Und dafür gibt es von der Gemeinsamen Landesplanung kein grünes Licht. Denn im Landesentwicklungsplan ist eindeutig als Ziel festgeschrieben, die Bebauung nicht in den Außenbereich auszuweiten.

Mag alles sein, doch den Düpowern ist damit nicht geholfen und nachvollziehen können sie das auch nicht, wie die Diskussion zeigt. Wer nichts versuche, könne auch nichts erreichen, argumentieren sie. Derzeit schreibe die Stadt die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes, so Boddin. Hoffnung der Düpower, bei der 6. endlich dabei zu sein. „Wir unterschreiben auch alle im Dorf, um die Landesplanung von der Notwendigkeit zu überzeugen“, macht Karina Pankow deutlich, dass es den Düpowern ernst ist, sie bei einer ablehnenden Stellungnahme gewillt sind zu kämpfen.

Doppelung von Straßennamen, ist ein weiteres Thema, das Hagen Boddin in den Raum stellt. Dorfstraße und Postweg – Namen, die es nicht nur in diesem Ortsteil gibt. Für ersteren könnte der Zusatz Düpower Dorfstraße schon für Klarheit sorgen, für zweiten der Zusatz Alter Postweg. Damit können sich die Einwohner anfreunden, auch wenn die Stadt ihnen noch Bedenkzeit gibt.

Apropos Postweg. Ein unbefestigter Weg im Dorf, den der Stadtbetriebshof regelmäßig ausbessert. Damit werde er aber eben auch zur Rennpiste, das aufgebrachte Granulat hülle die Anlieger bei Trockenheit in eine einzige Staubwolke. Insofern plädieren sie für die Ausweisung als Spielstraße bzw. verkehrsberuhigten Bereich, zumal der Spielplatz an diesem Weg liegt.

Nachvollziehbar sei der Wunsch durchaus, räumt Robert Kazmierczak, der Verkehrsexperte bei der Stadt, auf Nachfrage des „Prignitzer“ ein. Aber nicht machbar. Denn mit einer Geschwindigkeitsreduzierung müsse der Baulastträger, in diesem Fall die Stadt, auch gewährleisten, dass die angegebene Geschwindigkeit gefahren werden kann. Für Spielstraße bzw. verkehrsberuhigten Bereich (beides ist ein und das selbe) gelte zwar Schrittgeschwindigkeit. Voraussetzung für eine derartige Ausweisung sei aber, dass die Straße überwiegend Aufenthaltsfunktion habe. Das treffe für den Postweg nicht zu auch nicht mit Spielplatz, der ist eingezäunt.

Das Problem der Baumwurzeln, die stellenweise den Radweg von Düpow nach Perleberg sprengen, wolle die Stadt umgehend an den Landesbetrieb weitergeben. Denn in seine Hoheit falle dieser.

Hinsichtlich des schon 2014 angesprochenen Volleyballplatzes am Spielplatz werde die Stadt sehen, was machbar ist. Ebenso was den neuen Wunsch nach einer Tischtennisplatte angehe. Auch die fehlende Straßenbeleuchtung im Mergelkuhlenweg dürfte Thema in der Verwaltung sein. Denn dieser führt zum Gerätehaus, ist der Einsatzweg der Wehr, wie Wehrführer Benjamin Thalmann betonte. Seit 2015 habe man zudem eine Jugendwehr, die regelmäßig trainiere. Um 16.30 Uhr im Winter sei es schon dunkel und der Weg nicht beleuchtet.

 

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erstellt am 30.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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