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Der Prignitzer

09. Dezember 2016 | 10:42 Uhr

Erlebnispfad für Scholl-Grundschule : Barfuß die Sinne schärfen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hof der Geschwister-Scholl-Grundschule mausert sich immer mehr zu einem „grünen Klassenzimmer“

Gemeinsam starteten sie im Juni 2013 das Schulgartenprojekt an der Grundschule „Geschwister Scholl“. Geistig und körperlich Behinderte der Lebenshilfe und die jungen Nachwuchsgärtner, die in der Dobberziner Straße die Schulbank drücken, verwandelten einen Teil des angrenzenden Schulhofes in einen Garten. Beete wurden angelegt, es wurde gesät, gepflanzt und auch geerntet. Ein Gartenhaus, sprich ein grünes Klassenzimmer entstand, eine Streuobstwiese und eine Kräuterspirale wurden angelegt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Kathrin Porath ist Lehrerin an der Schollschule und sie leitet von Anbeginn die Arbeitsgemeinschaft Schulgarten, hatte immer wieder neue Ideen. Jetzt war es der Barfußpfad, berichtet Daniela Dörfel, Projektleiterin bei der Lebenshilfe. Und da die Profis ihren jungen Kollegen kaum was abschlagen können, setzten sie sich zusammen, tüftelten, wie so ein Pfad für die nackten Füße ausschauen sollte. Die Sinne soll er ansprechen und zugleich auch Entspannung bringen. Das kriegen wir hin, sagten sich die Profis und gingen an die Arbeit. Unter Anleitung von Martina Christlieb, die die Projektgruppe begleitete, baute Thomas Plog fast selbstständig aus alten Platten die eigentlichen Felder für den Barfußpfad. Dann endlich war alles vorbereitet. An einem Dauerregentag im Oktober fuhren Martina Christlieb, Thomas Plog, Clemens Müller und Max Turban in den Schulgarten. „Es war eher Gummistiefel- als Barfußwetter“, gesteht Martina Christlieb lachend. Doch davon ließen sie sich nicht abschrecken. Sie wollten ihr Projekt umsetzen, das hatten sie schließlich versprochen. Außerdem sei dieser Außerhaustermin mal wieder eine schöne Abwechslung. „Da kann es auch wie aus Gießkannen schütten. Das tut der Sache keinen Abbruch“, waren sich alle einige.Was letztlich geschaffen wurde, übertraf alle Erwartungen. „Der Barfußpfad kann sich echt sehen lassen“, finden auch die jungen Nachwuchsgärtner. Auch sie hatten die Ärmel hochgekrempelt und halfen mit, vier der sechs Felder zu befüllen. Fortan erlebt man hier ein Wechselbad der Gefühle, wandelt auf nackten Sohlen auf Rindenmulch, Steinen, Stroh, Tannennadeln und Eicheln. Das probierten die Mädchen und Jungen natürlich gleich, wenn auch mit Gummistiefeln. Und sie waren begeistert.

Kathrin Porath hatte Muffins und Hagebuttentee für die fleißigen Arbeiter bereitgestellt und so wurde es noch richtig gemütlich.Von Schulleiterin Gabriele Gohlke gab es ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter mit dem grünen Daumen. Auch wenn die neue Errungenschaft für die Sinne sicher erst bei Barfußwetter offiziell eingeweiht wird, Spaß hat das Projekt allen gemacht. Die Lebenshilfegärtner sind nun mächtig gespannt, mit welchen Materialien die Schüler noch weiter füllen werden. „Und wir sind gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lassen“, ergänzt Daniela Dörfel.




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erstellt am 09.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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