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Der Prignitzer

03. Dezember 2016 | 16:41 Uhr

Logistik verbessern : Austrotherm baut neue Halle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wittenberger Dämmstoffproduzent will Logistik verbessern / Produktion ist voll ausgelastet

Gute Nachricht aus der Wirtschaft: Die Firma Austrotherm investiert in ihren Wittenberger Standort 600 000 Euro. Gebaut wird eine neue Lagerhalle. Das bestätigte gestern Geschäftsführer Lars Peter auf Nachfrage unserer Zeitung. „Wir benötigen die Halle für Spezialprodukte“, erklärt Peter. Dabei handelt es sich um Dämmplatten, die Kunden noch weiter verarbeiten möchten. „Wichtig dafür ist eine trockene Lagerung frei von Witterungseinflüssen“, ergänzt Produktionsleiter Ulrich Tebel.

Bisher werden externe Lagerflächen in der Region genutzt. Aber das sei weder wirtschaftlich noch logistisch eine Dauerlösung. Dazu kommt ein weiter Grund für die Investition: „Die Marktsituation hat sich für uns stabilisiert, der 1600 Quadratmeter große Hallenbau lohnt sich“, sagt Lars Peter. Durch eine steigende Nachfrage könne Austrotherm zunehmend langfristig planen.

Im Norddeutschen Raum liegen die Marktanteile im Planbereich. „Wir fassen zunehmend Fuß in den Beneluxländern und auch in Polen wachsen unsere Marktanteile“, fasst Peter zusammen.

Die Auswirkungen spürt sein Kollege Tebel: „Unsere Produktion ist voll ausgelastet.“ Hinzu kommen die Folgen des Großbrandes vom Juli. Ungefähr eine Monatsproduktion Dämmplatten hat das Feuer vernichtet. Um das wieder aufzuholen, werden die Betriebsferien zwischen den Feiertagen deutlich verkürzt. Aber selbst das kompensiert nur teilweise. Ulrich Tebel geht davon aus, dass erst zur Jahresmitte 2017 der Rückstand aufgeholt sein wird. Der Hallenbau sei jedoch keine Folge des durch einen Blitzschlag ausgelösten Brandes, betont der Geschäftsführer. „Der Bau war schon vor dem Feuer beschlossene Sache.“

Mittelfristig strebt Austrotherm ein weiteres Wachstum an. Die Ziele im skandinavischen Bereich seien noch längst nicht erreicht. Hauptgrund sei, dass dort noch mit anderen Dämmstoffen gearbeitet wird. Dass für diesen Fall eine zweite Produktionslinie errichtet wird, dementiert Lars Peter nicht, nennt aber keine Details.

Aktuell sind 49 Mitarbeiter im Werk beschäftigt. Auch ihre Zahl soll zunehmen. „Wir suchen Mitarbeiter und auch Lehrlinge.“ Im nächsten Jahr sollen Auszubildende als Industriekaufmann sowie -mechaniker eingestellt werden.

 

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erstellt am 30.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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