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Der Prignitzer

30. September 2016 | 10:20 Uhr

Kooperation mit Hochschule : Angehende Mediziner herzlich willkommen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Medizinische Hochschule Brandenburg und Kreiskrankenhaus Prignitz besiegeln Kooperation

Mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg „Theodor Fontane“ (MHB) ist das Kreiskrankenhaus Prignitz schon lange verbunden. „Eigentlich schon vom Beginn der MHB an“, bemerkte gestern Karsten Krüger, Geschäftsführer des Perleberger Klinikums, am Rande der Vertragsunterzeichnung für die Kooperation beider Einrichtungen. Das, was also bereits seit Längerem lebt, wurde nun ganz offiziell, schwarz auf weiß, dokumentiert. Somit gehört nun bereits ein Kleeblatt zu den Partnern der MHB – neben dem Perleberger Krankenhaus sind das die Kliniken in Strausberg, Bad Saarow und Elsterwerder.

Für beide Seiten bringe die Kooperation positive Effekte, wie Karsten Krüger und der Dekan der MHB, Prof. Edmund Neugebauer, hervorhoben. Medizinisches Fachpersonal hier mit auszubilden und dann auch vor Ort abzuholen, sei eines der erklärten Ziele der Perleberger Klinik. Dass junge Ärzte nach ihrem hier absolvierten praktischen Jahr tatsächlich auch in der Prignitz bleiben, dafür gebe es in Perleberg bereits einige Beispiele. „Wir können angehenden Medizinern hier eine Menge geben. Es ist zwar kein großes Haus, aber wir sind breit aufgestellt“, sagte Dr. Henning Meinhold, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin. Es gebe keine Berührungsängste, alle Türen stünden den jungen Akademikern offen. Die Begegnungen seien beidseits befruchtend, ergänzte Pflegedienstleiter Bernd Riese.

Das Kreiskrankenhaus Prignitz wurde bereits im Sommer vom Land als Akademisches Lehrkrankenhaus der MHB anerkannt und trat dem sogenannten Brandenburger Netzwerk bei, das aktuell aus rund 23 kooperierenden Kliniken und etwa 35 Lehrpraxen besteht. Inhalt des Kooperationsvertrages ist im Übrigen auch die Förderung von Medizinstudenten mit einem Stipendium. Künftig vergibt das Perleberger Krankenhaus drei Stipendien an Studierende der MHB und greift ihnen so bei der Finanzierung ihrer Studienkosten unter die Arme. Überdies stellen die Perleberger wissenschaftliches Lehrpersonal für spezielle Vorlesungen zur Verfügung und arbeiten im Prüfungsausschuss mit. Ab 1. Oktober können die MHB-Studenten am Kreiskrankenhaus Prignitz auch ihre Praktika und Praktischen Jahre (PJ)absolvieren.

Der Dekan der MHB, Prof. Edmund Neugebauer, sieht diese Art der Zusammenarbeit und der Synergien, die daraus erwachsen, auch als einen möglichen Weg einer besseren medizinischen Vor-Ort-Versorgung in strukturarmen Gebieten. Die Forschung auf diesem Sektor könne möglicherweise auch über Promotionen der Studenten forciert werden.

Was die praktische Ausbildung medizinischen Nachwuchses angeht, ist das Perleberger Klinikum – auch unabhängig von der MHB – schon länger aktiv. Seit 2010 sind „PJler“ im Haus tätig, 56 gab es bis dato, so Karsten Krüger. 


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erstellt am 21.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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