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Der Prignitzer

09. Dezember 2016 | 02:57 Uhr

Wittenberge : Abriss im Innenhof

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Maßnahme schafft Platz für künftige Gestaltung des Wohnens am Bismarckplatz. In Wilhelmstraße 7 sind Parkflächen möglich

Für Spaziergänger nicht sichtbar lässt die Wohnungsbaugesellschaft in Wittenberge auf dem Hinterhof zu Häusern am Bismarckplatz Nebengebäude abreißen. Das bestätigte gestern Geschäftsführer Torsten Diehn. Zu 50 Prozent seien die Arbeiten bereits abgeschlossen.

Der Innenhof in dem Häuserkarree Bismarckplatz/Friedrich Ebert Straße, auf dem sich unter anderem auch der Parkplatz des Kinos befindet, war versiegelt und ziemlich zugebaut. Außerdem seien die Nebengebäude in einem beklagenswerten Zustand gewesen, informierte Diehn. Durch den Rückbau eröffnen sich Perspektiven für die künftige Innenhofgestaltung.

Dass sich die städtische Wohnungsbaugesellschaft in diesem Bereich engagiert, hatte sie bereits Anfang des Jahres bewiesen. Das Wohnhaus Nummer 8 am Bismarckplatz und das sich an der Ecke anschließende Haus Friedrich-Ebert-Straße 14 gelten als stadtbildprägend.

Beide Gebäude sind seit Jahren unbewohnt. Um den Verfall zu stoppen, damit eine spätere Sanierung überhaupt noch möglich ist, hat die WGW jener Ecke ein sicheres Dach verpasst und im Innern jene Teile entfernt, die dem Erhalt der Bausubstanz abträglich sind. Das Eckhaus hatte die Gesellschaft zuvor dafür extra käuflich erworben.

„Wir freuen uns, dass wir die Situation dort in diesem Jahr so positiv verändern konnten“, sagte Diehn. Möglich wurde das durch Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm. Ziel der WGW sei ein ausgewogenes Verhältnis von Investition und Rückbau. Für dieses Jahr sei voraussichtlich noch ein weiterer Rückbau geplant, Details dazu könne Torsten Diehn noch nicht sagen.

Vollendete Tatsachen gibt es in der Wilhelmstraße 7. Wer gestern Nachmittag daran vorbei ging, sah bereits die große Baulücke. Das Wohnhaus ist vollständig abgerissen. „Das Gebäude wurde der Stadt zugeordnet“, sagte Petra Lüdtke, stellvertretende Bauamtsleiterin. Es sei stark baufällig gewesen, eine Sanierung habe nicht zur Debatte gestanden. Auch für diesen Abriss gab es Fördermittel aus dem Stadtumbau.

Falls in die Prignitzgalerie ein neuer Supermarkt einziehen sollte, stünde die frei gewordene Fläche unter anderem für Parkmöglichkeiten zur Verfügung, so Petra Lüdtke. Gleiches gilt für das Eckgebäude zur Bahnstraße. Auch das könnte im Interesse eines Supermarktes abgerissen werden. Die Galerie kann erweitert werden. Die Stadtverordneten hatten bewilligt, dass ein Bebauungsplan erarbeitet werden kann.

 

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erstellt am 04.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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