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Der Prignitzer

26. Februar 2017 | 16:10 Uhr

Vogelgrippe : Ab heute ist Stubenarrest angesagt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Tierpark Perleberg ergreift Maßnahmen zum Schutz gegen die Vogelgrippe unter anderem mit Einstallungen des Federviehs und Seuchenwannen

„Wir sind vorbereitet was die Vogelgrippe betrifft“, so Klaus Neumann, Geschäftsführer der GWG Wohnungsgesellschaft. Sie betreibt im Auftrag der Stadt den Perleberger Tierpark. Und hier sind neben Unmengen von Sittichen auch Enten, Gänse und Hühner zuhause. „Letztere bleiben zumeist sowieso drin, doch seit heute herrscht eben komplettes Ausgehverbot“, fügt Tierpfleger Karsten Künstler an. Neu sei dieser Umstand nicht. Vor einigen Jahren kursierte schon einmal die Vogelgrippe, musste das Federvieh eingestallt werden. „Damals haben wir die Volieren überdacht“, ergänzt der Tierpfleger. Doch auch eine Überdachung ist nicht für die Ewigkeit. „Insofern müssen wir sehen, welche weiteren Auflagen es vom Veterinäramt des Landkreises speziell für uns noch gibt“, erklärt Karsten Künstler.

Abgewartet wurde aber nicht. „Was machbar ist, haben wir bereits umgesetzt.“ Sämtliches Federvieh das eingestallt werden kann, bleibt ab heute den Blicken der Besucher verborgen. Auch die zwei neuen Störche werden sich daran gewöhnen müssen, vorerst auf engerem Raum miteinander auszukommen. „Die zwei sind eine Nachzucht aus dem Tierpark Fürstenwalde und erst kürzlich zu uns gekommen. Von Anbeginn haben sie sich eigentlich verstanden und so hoffen wir auch, dass sie die Zeit der Vogelgrippequarantäne in trauter Zweisamkeit meistern.“

20 Anlagen für Sittiche, drei mit Enten und Gänsen und die Storch- und Kranichanlage sind betroffen. Einzig die begehbare Vogelvoliere werde man nicht beräumen können. „Die Tiere lassen sich nicht einfangen. Es wären auch einfach zu viele“, räumt der Tierpfleger ein. Für Besucher wird jene Voliere nun aber erst einmal nicht begehbar sein. Doch von außen kann man die Vögel trotzdem recht gut beobachten. Die Eulenburg hingegen bleibt offen. Alles sei hier eingezäunt, die Tiere kommen mit den Besuchern nicht direkt in Kontakt. Für die Tierpfleger heißt es jetzt aber, sich zu desinfizieren. „Und sie werden einmal mehr die Vögel im Blick haben, ihr Verhalten besonders beobachten“, betont Karsten Künstler. Er macht aber auch deutlich, dass es bei Wildtieren weitaus schwerer sei zu erkennen, ob sie krank sind. „Das ist der Überlebensdrang, denn die Kranken und Schwachen sind in der Natur leichte Beute.“

Für Besucher und Fahrzeuge werden sogenannte Seuchenwannen eingerichtet, denn abgesehen vom Federvieh sind alle anderen Tiere natürlich zu sehen. „Außer den Bären“, ergänzt Karsten Künstler. Die halten Winterruhe. Anfang des Monats haben sie ihr Winterquartier, das mit Stroh besonders ausgelegt ist, bezogen. Ziemlich spät in diesem Jahr, denn der Herbst war ungewöhnlich warm, so dass Meister Petz auch keine Anstalten machte, sich zur Ruhe zu begeben. „Doch wenn die Bären anfangen zu buddeln, dann wird es Zeit.“

 

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erstellt am 16.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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