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Der Prignitzer

28. Juni 2016 | 00:03 Uhr

Damit’s wieder gut klingt : 5000 Euro für Orgelsanierung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Weihnachtskollekte: Erste Anzahlung für den Eigenanteil der Kirchgemeinde / Hoffen auf Fördermittel und Sponsoren

Mehr als 5000 Euro kamen bei der Weihnachtskollekte zusammen. Kirchenmusikerin Dorothea Uibel ist die Freude sichtlich anzusehen. „Es ist faktisch die erste Anzahlung für die Orgel.“ Die muss dringend saniert werden, denn die Jehmlich-Orgel in der St. Jacobi-Kirche ist von Schimmel befallen. Die Beseitigung des Schimmels und notwendige kleinere Reparaturen am Instrument – alles aufgrund der Pilzbelastung nur im Schutzanzug – summa summarum ist man da bei weit über 40 000 Euro, überschlug Pfarrer Tilmann Kuhn im Dezember. Für die Kirchgemeinde allein nicht zu stemmen. Und so sitzt die junge Kantorin auch über dem Förderantrag an die Stiftung Orgelklang der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Es wird eine gemischte Finanzierung werden. Im Gemeindekirchenrat habe man sich darauf verständigt, einen längeren Anlauf zu nehmen, war von Pfarrer Kuhn zu erfahren. Im Klartext – selbst wenn Fördermittel fließen, sei nicht vor 2016 mit diesen zu rechnen.

Die Weihnachtskollekte ist ein erster Schritt, die Mittel für die Eigenbeteiligung, die gleichso fünfstellig ausfallen werde, aufzubringen, fügt Dorothea Uibel an. Insofern mache man sich natürlich auch Gedanken, wie man weitere Mittel zusammentragen kann. Geplant seien bereits im Sommer wieder zwei Orgelmusiken zur Marktzeit. „Und natürlich freuen wir uns über jede Spende“, so die Kantorin.

Derweil nehmen Orgelbauer das ehrwürdige Instrument in Augenschein, um ihr Gebot möglicherweise abzugeben. „Erst dann wissen wir genau, über welche Summe wir reden“, betont die Kirchenmusikerin.

Am 31. August 1958 wurde das neue Instrument eingeweiht, doch die ältesten Teile stammen aus der Zeit um 1832, berichtet Pfarrer Kuhn. Immer wieder wurde die Orgel überarbeitet und umgebaut. In all den Jahren war von Pilzbefall aber nie die Rede. Ist es eine Auswirkung des Klimawandels, denn ein Temperaturanstieg von 0,5 oder gar einem Grad fördert das Pilzwachstum. Oder ist es die Heizung? Allerdings wird die Kirche seit rund 100 Jahren beheizt, einst sogar vom Keller des Rathauses aus, weiß Tilmann Kuhn. Heute habe man eine moderne Warmluftheizung, die für eine sogenannte Sockeltemperatur sorgt. Und auch die Luftfeuchtigkeit werde so geregelt, dass sie nicht über 75 Prozent liegt. Für die Orgel dennoch zu hoch– ein Wert unter 60 Prozent wäre notwendig. Im Klartext, es müsste mehr geheizt werden. Damit erhöhe sich zugleich aber das Gefälle zwischen innen und außen. Welche Auswirkungen habe dies möglicherweise auf das Mauerwerk?

Innerhalb der Kirche und auch von außen werde man Fachleute kontaktieren, um eine Antwort hinsichtlich der Ursache für den Schimmelbefall zu bekommen und wie man ihn stoppen kann. Eine Aufgabe werde möglicherweise sein, für eine gleichmäßige Temperatur sommers wie winters in der Kirche zu sorgen. Ins Auge gefasst ist da ein Blockheizkraftwerk. Vordergründig gehe es jetzt aber erst einmal um die Schimmelpilzbeseitigung, betont die Kantorin und die wolle man möglichst nächstes Jahr in Angriff nehmen.  

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erstellt am 09.Feb.2015 | 22:00 Uhr

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