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Der Prignitzer

07. Dezember 2016 | 21:21 Uhr

Rückblick auf Perlebergs Entwicklung : 41 Millionen flossen in Altstadtsanierung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Broschüre offeriert Rückblick auf 25 Jahre Städtebauförderung in Perleberg

Seit 1991 wurden rund 41 Millionen Euro an Fördermitteln für die Stadterneuerung eingesetzt. 193 Objekte wurden saniert. Privates Kapital, das hier investiert wurde, und so wesentlich mit zur Erfolgsgeschichte der Altstadterneuerung beigetragen hat, könne man nochmal mit mindestens 100 Millionen Euro ansetzen, betont Jens Trommeshauser von der BIG-Städtebau.

25 Jahre Städtebauförderung in Daten, Zahlen, Fakten und Interviews. Auf 24 Seiten ist die Entwicklung in einer Broschüre zusammengestellt, rückt in den Blickwinkel, was inzwischen längst Alltag im Stadtbild geworden ist. „Wenn man mit offenen Augen durch Perleberg geht, kann man stolz sein auf die Entwicklung“, resümiert Bürgermeisterin Annett Jura. Auf der turnusmäßigen Presseberatung wurde die Broschüre der Stadt, die in enger Zusammenarbeit mit der BIG-Städtebau erarbeitet wurde, vorgestellt.

Zu den sogenannten Leuchttürmen, die Perleberg in der Städtebausanierung in Angriff genommen hat, zählen die Lotte-Lehmann-Akademie, das Stadt- und Regionalmuseum, die Stadtinformation wie auch die Neugestaltung von Plätzen und Straßen. Beispiele dafür sind der Marienplatz, die Bäckerstraße, Schuhmarkt und Großer Markt.

In Arbeit sei derzeit die Wittenberger Straße und demnächst auch die Freifläche Hagen-Süd. Das Quartier St.-Nikolai-Kirchplatz ist hingegen das letzte Areal im öffentlichen Raum, das im Zuge der Altstadtsanierung noch in Angriff genommen werden muss.

Und auch dann sei man noch nicht fertig, Städtebausanierung sei ein dauerhafter Prozess, unterstreicht Jens Trommeshauser, denn was man vor 25 Jahren saniert habe, das müsse teilweise schon wieder angefasst werden. Am 6. September 1991 wurde der Stadt der erste Fördermittelbescheid übergeben. Damals ging es vor allem darum, möglichst schnell Bausubstanz zu sichern. Die gegenüber dem Gymnasium gelegene Confiserie war übrigens das erste Projekt im Rahmen der Städtebauförderung. 1995 dann wurde der „Städtebauliche Rahmenplan“ erarbeitet und damit die Ziele der Altstadtsanierung festgeschrieben. 1999 erfolgte die Festsetzung des Sanierungsgebietes.

Claudia Ludwig von der BIG-Städtebau lenkt den Blick auf Objekte, die nicht gleich mit der Stadtsanierung verbunden werden, wie der neue Krautziehplatz im Hagen. Und sie verweist auch auf das enge Miteinander bei allen Projekten mit der Archäologie. Da die gesamte Altstadt als Flächendenkmal ausgewiesen ist, wurden alle Baumaßnahmen auch archäologisch dokumentiert. Etwa 100 archäologisch untersuchte Fundstellen gibt es im Altstadtbereich. Beispiele dafür sind der Judenhof, der Große Markt. Bei Letzterem entdeckte man beispielsweise diverse Feldsteinfundamente von abgetragenen Fachwerkbauten sowie das 1836 abgerissene Rathaus mit Keller und Vorgängerbau, ist von Torsten Dressler vom Archäologiebüro ABD-Dressler zu lesen.

Möglich wurde all das vor allem auch, weil die Stadtverordneten von Anbeginn hinter der Sanierung standen, so die Bürgermeisterin, die mit ihren Worten auch ein Dankeschön verbindet.

 

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erstellt am 17.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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