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Der Prignitzer

07. Dezember 2016 | 23:10 Uhr

Der etwas andere Blick auf Wittenberge : 300 Mal Historie in Bildern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Perleberger Jens Nering hat sich als Hobbyhistoriker jetzt mit einem Buch der Elbestadt zugewandt

Der Perleberger Hobbyhistoriker und Videofilmer – von Beruf übrigens Kriminaltechniker – hat es getan: Jens Nering hat sich nach Perleberg und Pritzwalk nun auch Wittenberge zugewandt, hat Ansichten aus der Elbestadt zu einem großformatigen Buch zusammengestellt und es im Eigenverlag herausgegeben.

300 historische Ansichten von Wittenberge hat Nering für die Veröffentlichung ausgewählt. Er sagt: „Das ist etwa ein Viertel dessen, was ich über die Stadt archiviert habe.“

Und wonach hat er die Auswahl fürs Buch getroffen? Nering erklärt: „Ich habe Motive gewählt, die nicht so bekannt sind und ich habe mich auch von der Schönheit der Ansichten leiten lassen.“ Eine farbige Abbildung mache beispielsweise viel mehr her als ein Schwarz-Weiß-Druck. Als Beispiel dafür kann die recht unbekannte Aufnahme vom Herzschen Kanal stehen, die beinahe etwas romantisch ist.

Jens Nering sammelt seit Jahren historische Stadtansichten, interessiert sich sehr für die Geschichten hinter der Geschichte. Zu Perleberg hat er bereits fünf Publikationen herausgebracht. „So tiefgründig werde ich mich mit Wittenberge nicht befassen, aber geplant ist zur Elbestadt und ihrer Umgebung noch etwas“, macht der engagierte Perleberger deutlich. Mit seiner Sammelleidenschaft und seinem Interesse am Tun der Altvorderen hat sich Nering über Perleberg hinaus einen Namen gemacht, ist er zum Ansprechpartner geworden, wenn Leute beispielsweise nicht wissen, wohin mit alten Fotos. Jens Nering steht auch mit anderen Sammlern in Kontakt, kann sich, wie er sagt, auch die eine oder andere Besonderheit für ein Buch bei ihnen ausleihen. „Wenn es etwas Besonderes gibt, sozusagen ein Leckerli, dann möchte ich es auch zeigen können“, so Nering.

Zu den 300 Wittenberge-Ansichten geben Bildunterschriften Auskunft über das Wann und das Wo. Alles muss stimmen. Jens Nering konnte auf das Wissen von ortskundigen Kollegen zählen. „Wir haben uns ausgetauscht und diskutiert“, sagt er. Und er hat sich mit seiner Videokamera auf den Weg nach Wittenberge gemacht. Seine Aufnahmen hat er mit historischen Ansichten verglichen. Die Betrachter sollen sich auf das verlassen können, was unter den Bildern steht.

Nur an einer Stelle hat sich Nering geirrt, das erst nach dem Druck bemerkt und per Nachsatz korrigiert. Es ist der klassische Irrtum, wie er immer wieder vorkommt. Neben der Abbildung des Kriegerdenkmals aus Wittenberge von 1910 steht eine mit dem Denkmal von Wittenberg. Allerdings, das muss auch gesagt werden, beide sehen sich zum Verwechseln ähnlich.

 

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erstellt am 03.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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