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Parchimer Zeitung

01. Oktober 2016 | 03:31 Uhr

Parchim : Wiedersehen ist die reinste Freude

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Einmal im Jahr treffen sich Menschen mit Handicap aus allen Wohnstätten der Lewitz-Werkstätten zum Sommerfest.

Auf dieses Match hatte sich Enrico aus Ludwigslust schon lange gefreut: Mal wieder die Parchimer treffen und mit ihnen Hockey spielen – auch das macht für ihn diesen sommerlichen Nachmittag immer wieder so besonders.

Einmal im Jahr richten die gemeinnützigen Lewitz-Werkstätten ein buntes Sommerfest für den großen Bereich Wohnen aus. An einem wunderschönen September-Sommer-Sonnentag verbrachten 124 Menschen mit Handicap aus den Standorten in Parchim, Plau am See, Neustadt-Glewe und Ludwigslust sowie aus den beiden Trainingswohngruppen in Parchim und Ludwigslust wieder einen unterhaltsamen Nachmittag mit selbst gebackenem Kuchen, Musik, Tanz und Volleyball.

Großes Hallo gab es beim Wiedersehen mit einem „alten“ Bekannten, der früher einmal eine Trainingswohnstätte betreut hatte und jetzt in einem anderen Bereich der Lewitz-Werkstätten tätig ist: Frank Herrmann ließ es sich beim Sommerfest nicht nehmen, als DJ alle Musikwünsche zu erfüllen. Als Überraschungsgast hatte sich in diesem Jahr „Die Wilde Hilde“ alias Hardy Stemman von der ersten Sekunde an die Sympathien des Publikums erobert. Nicht nur Andrea Reiß, Konstanze Mehl und Frank Gies waren schlichtweg begeistert und forderten erfolgreich eine Zugabe ein. „Der soll nächstes Jahr wiederkommen“, finden die drei Bewohner der Wohnanlage „Würfel“ in der Kreisstadt nur ein paar Meter Luftlinie von der Festlocation entfernt. Denn als bewährter Veranstaltungsort für das Sommerfest ist seit nunmehr acht Jahren das Parchimer Haus der Jugend die erste Wahl der Lewitz-Werkstätten. Und das nicht nur, weil es auch eine geräumige Option für verregnete Sommerfesttage ist. „Wir fühlen uns hier sehr willkommen, die HdJ-Mitarbeiter sind tolle Gastgeber“, unterstreicht Kathleen Ladwig-Skiba, Leiterin für den gesamten Bereich Wohnen und Festorganisatorin. Die Parchimerin ist seit mittlerweile neun Jahren bei den Lewitz-Werkstätten tätig und findet ihre Tätigkeit mit behinderten Menschen sehr erfüllend: Es sei unheimlich motivierend, mit Menschen umzugehen, die immer ein ehrliches Feedback geben. „Man bekommt jeden Tag so viel zurück, das ist eine enorme Motivation“, sagt die Parchimerin. Kathleen Ladwig Skiba und ihre Kollegen sehen sich zuallererst als Wegbegleiter für die Bewohner. „Wir wollen sie befähigen, ihr Leben weitgehend selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Dazu bekommt jeder die Unterstützung und Hilfe, die er benötigt“, verdeutlicht die Bereichsleiterin das Anliegen.

 

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erstellt am 19.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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