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Parchimer Zeitung

30. September 2016 | 10:20 Uhr

Suckow : Was wird aus Gelände?

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Autobahnmeisterei hat nach 35 Jahren ihren alten Standort in Suckow verlassen und ist nach Fahrbinde gezogen.

Dreieinhalb Jahrzehnte ist sie alt, so alt wie die Autobahn 24 zwischen Hamburg und Berlin. Und jetzt ist sie Geschichte: die Autobahnmeisterei Suckow. Die Mitarbeiter sind nach Fahrbinde gezogen, wo heute offiziell die Schlüssel für ein neu gebautes Objekt übergeben werden.

Ungewiss ist indes, was aus dem Suckower Betriebsgelände wird. Es werde noch geprüft, ob Teile davon weiter als Betriebsstätte genutzt werden, zum Beispiel die Salzsilos, erklärte eine Sprecherin des Energieministeriums in Schwerin auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch das Land hat kaum Einfluss, denn das Objekt steht unter Bundeshoheit.

Auch in der Gemeinde sind keine verbindlichen Pläne für die bisherige Autobahnmeisterei bekannt. Suckows Bürgermeister Jürgen Kühl weiß, dass sich zwischenzeitlich ein Speditionsunternehmen für das Gelände in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt interessiert hat.

Jürgen Kühl kennt das Gelände bestens, denn er war über viele Jahre der Autobahnmeister von Suckow – von 1981 bis Mitte der 90er Jahre.

Die Autobahnmeisterei entstand bereits in der Phase, als sich die Trasse der A 24 in Richtung Hamburg noch im Bau befand. Standort der Meisterei war zunächst Wittstock. Von hier wurde der erste Abschnitt der neuen Autobahn betreut, der von Wittstock nach Putlitz führte. Dann zogen die Mitarbeiter nach Suckow, wo Kühl auch den ganzen Aufbau der Betriebsstätte miterlebte.

Die Mitarbeiter der Autobahndirektion, wie es früher hieß, haben in der Aufbauphase der A 24 die gesamte Beschilderung und Markierung bis zum ehemaligen Grenzübergang angebracht, berichtet Kühl.

Für die Bediensteten der Autobahn wurden auf dem Gelände in Suckow auch Wohnungen errichtet. „Es gab eine Residenzpflicht“, erinnert sich Jürgen Kühl. Hätte er damals nicht eine Wohnung in unmittelbarer Nähe gehabt, hätte er auch auf dieses Gelände ziehen müssen. Es wurden vor der Wende nur Kollegen eingestellt, die im Umkreis von fünf Kilometern um den Standort wohnten, berichtet Jürgen Kühl. „Obwohl die Arbeitskräfte knapp waren“. Aber eigentlich gab es auch nur zwei Alternativen, wo die Suckower arbeiteten: in der Landwirtschaft oder an der A 24.

Die Autobahnmeisterei wurde auch bei schweren Unfällen geholt, um den Bereich abzusichern. Anders als zu Vorwendezeiten die Polizei mit ihren kleinen Autos verfügte sie schließlich über große Schilderwagen und Sperranhänger. „Ständig waren Leute in Bereitschaft, um in kurzer Zeit an der Unfallstelle zu sein“, berichtet der Autobahnmeister der ersten Stunde.

Der jetzige Autobahnmeister sitzt in Fahrbinde. Mit dem Bau der A 14 vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Landesgrenze zu Brandenburg war die Neuorganisation des Betriebsdienstes an den Autobahnen notwendig geworden, heißt es aus dem Energieministerium. Von der neu errichteten Autobahnmeisterei wird zukünftig der Betriebsdienst für die A 14 von Schwerin Nord bis Karstädt und für die A 24 vom Kreuz Schwerin bis Suckow durchgeführt. Mit dem Bau wurde im Oktober 2014 begonnen. Die Baukosten betrugen über 7,5 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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