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Parchimer Zeitung

06. Dezember 2016 | 11:14 Uhr

Parchims Park wird schöner : Wallanlagen werden Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Vor der Gesamtsanierung erneuern die Stadtwerke Parchim den Mischwasserkanal im innerstädtischen Erholungspark

Es ist die Sanierung vor der Sanierung. Bevor die Stadt im nächsten Jahr die grundlegende Erneuerung der Parchimer Wallanlagen in Angriff nimmt, beginnt der Abwasserentsorgungsbetrieb der Stadtwerke Parchim am Montag mit Arbeiten am Mischwasserkanal, die bis März 2017 geplant sind.

Susanne Richter vom Technischen Büro der Stadtwerke: „Der alte Kanal aus Beton ist durch eine Kamerabefahrung untersucht worden. Die Auswertung ergab, dass sich im Laufe der Jahre viele Risse und Undichtigkeiten gebildet haben. Auch die Schächte sind durch Korrosion stark verschlissen.“ Deshalb macht es Sinn, diese Arbeiten vor der der großen Sanierung durchzuführen.

Die Erneuerung des Mischwasserkanals beginnt am Parkplatz der Sparkasse Moltkeplatz, führt durch die Wallanlage bis zum neuen Stauraumkanal vor der Lindenstraße, annähernd parallel zur Straße Wallallee. Der Kanal wird auf einer Länge von etwa 400 Metern als Kunststoffkanal erneuert und neue Schächte werden gesetzt, dabei bleibt die vorhandene Leitungstrasse nahezu bestehen.

Dabei gehen die Stadtwerke äußerst behutsam vor, um die mehr als 300 Jahre alten Eichen zu schützen.

Susanne Richter: „Zuerst wird eine Baustraße auf der kompletten Länge errichtet, nur auf dieser dürfen sich die Baufahrzeuge bewegen. Zum weiteren Schutz darf auch kein Material oder Bodenaushaub in der Wallanlage gelagert werden.“ In der Lindenstraße im Bereich des Dragoner-Denkmals bis zur Wallallee wird eine Baustelleneinrichtungsfläche errichtet, hier kann während der Bauzeit nicht geparkt werden. Der Baustellenbereich wird in der Parkanlage entsprechend abgesperrt, auch die Zugänge zur Wallanlage müssen während der Bauzeit im Baubereich abgesperrt werden. Für die Arbeiten am Kanal muss das anfallende Mischwasser übergepumpt werden. Deshalb können die Pumpen und die Bauarbeiten im Allgemeinen Geräusche erzeugen, wofür die Stadtwerke um Verständnis bitten.

Die Belohnung für die Geduld mit den umfangreichen Bauarbeiten in Parchims fünf Hektar großem historischem Vorzeigepark folgt dann später: Die kulturhistorisch wertvolle Anlage wird langfristig erhalten. „Wir sind uns der Verantwortung für das bedeutende Boden- und Baudenkmal bewusst und werden es wieder in ursprünglichen Zustand versetzen“, so Bürgermeister Dirk Flörke. Die Investitionssumme für diese umfangreiche Sanierung beträgt rund 1,1 Millionen Euro. Sie schließt die Neuordnung des alten Baumbestands ein, Wildwuchs soll beseitigt werden. Außerdem soll der Bereich am Dragonerdenkmal aufgewertet und neue attraktive Sitzmöbel aufgestellt werden. Karola Kimmen vom Fachbereich Grünanlagen der Stadt: „Die Wallanlagen sind ein Schatz der Natur, der unbedingt erhalten bleiben muss.“

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erstellt am 06.Okt.2016 | 17:30 Uhr

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