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Parchimer Zeitung

09. Dezember 2016 | 06:49 Uhr

Weihnachtsbaum-Verkauf Parchim : Viel Arbeit bevor das Rentier kommt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Tannenhof Parchim aus Sommerschlaf erwacht. Grün aus Norddeutschland gefragt. Preise für Weihnachtsbäume stabil.

Für Yves Piehl ist es stets wie ein Staffelstabwechsel. Bis Mitte Oktober hatte der wassersportbegeisterte Sternberger als Inhaber einer bekannten Kanuverleihstation an der Warnow bei Weitendorf alle Hände voll zu tun, um Touristen und Einheimischen ein besonderes Freizeiterlebnis zu garantieren. Quasi ohne einen Tag Pause hat Yves Phiel wie seit nunmehr sechs Jahren jetzt wieder für zehn Wochen den Hut auf dem traditionellen Tannenhof am Rande Parchims auf. Seit 25 Jahren kommen Kunden aus der Kreisstadt, den umliegenden Dörfer und sogar aus Lübz, Goldberg und Güstrow auf die frühere Weihnachtsbaumplantage, um hier frisches Tannengrün, Gestecke für Gräber und schließlich den Christbaum zu erwerben. „Der Platz ist bekannt und beliebt. Ich bin froh, dass die Hansa-Baustoffe als Eigentümer des Areals mir damit entgegenkommen und selbst ein Herz für das Brauchtum unter Beweis stellen“, meint der Betreiber.

Nadelbäume werden zur Weihnachtszeit mit Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln, Lametta, Engeln oder Figuren geschmückt. Der Brauch verbreitete sich im 19. Jahrhundert von Deutschland in die Welt . Hierzulande sind vor allem Nordmann-Tannen als Weihnachtsbaum beliebt. In Deutschland werden mehr als 600 Mio. Euro für rund 28 Mio. Weihnachtsbäume ausgegeben.


Man mag es kaum glauben, aber schon mitten im goldenen Herbst, der diesmal leider vielfach eingetrübt war, kommen die ersten Kunden, um sich ihren Weihnachtsbaum zu kaufen. „Der Wunsch nach großen Bäumen ist groß und da soll es sich auch lohnen, ihn rechtzeitig als Deko im Vorgarten zu präsentieren“, weiß Yves Phiel aus jahrelanger Erfahrung. Und wer sich noch vor dem ersten Advent hier seinen Baum kauft, kann auf dem Tannenhof sogar etwas sparen. Aber auch für alle anderen Kunden hat Yves Phiel eine gute Nachricht: Die Preise für Christbäume bleiben weiterhin stabil.

Rentier Björn war schon im Vorjahr der Star auf dem Tannenhof.
Rentier Björn war schon im Vorjahr der Star auf dem Tannenhof. Foto: Wolfried Pätzold
 

Alle Hände voll zu tun haben der Chef und sein langjähriger Mitarbeiter Peter Eschmann in diesen Tagen mit der Aufbereitung von frischem Tannengrün, dass für den Grabschmuck, das Abdecken von Beeten oder für die individuelle Festtagsdeko benötigt wird. Das wird erntefrisch nicht nur auf dem Tannenhof am Stadtrand, sondern auch bei vielen Händlern in der Region verkauft. Auch die Schmuckelemente, die Gräber von verstorbenen Angehörigen zieren, sind stark gefragt. „In diesem Jahr dominiert die Farbe rot. Der Trend ist unverkennbar“, sagt der Experte.

Das Hauptgeschäft steht dem Betreiber des Tannenhofes allerdings noch bevor. Vor allem an den Adventwochenenden machen sich Familien mit Kind und Kegel auf zum Tannenhof, um sich den Christbaum gemeinsam auszusuchen. Dabei können sie einen Becher Glühwein oder Kinderpunsch genießen. Das Angebot an Nordmann-, Blautannen und Nobilis sowie Fichten ist groß. Und noch rechtzeitig vor dem Fest wird es mit Korktannen in diesem Jahr sogar Exoten in Parchim geben. Yves Phiel legt Wert darauf, dass seine Bäume alle aus Norddeutschland stammen. Die seien garantiert schadstofffrei und natürlich aufgrund kurzer Lieferwege auch frisch. Und auch Tipps, wie der Weihnachtsbaum noch einige Zeit über den Jahreswechsel gerettet werden kann, hat er stets parat.

Freuen dürfen sich nicht nur die Kinder auf den erneuten Besuch von Rentier Björn, der mit Kamelen und anderen Vierbeinern bei Familie Kohlhaus in Sternberger Burg zu Hause ist. Schon im Vorjahr war das Rentier, dass sich inzwischen mit einem stattlichen Geweih gemausert hat, der heimliche Star auf dem Tannenhof. Viele Gäste nutzten die Chance, um sich mit dem Rentier zu fotografieren. Diesmal wird das Rentier zum dritten Advent in Parchim erwartet. „2016 war ein gutes Jahr für die heimischen Weihnachtsbäume. Darauf dürfen sich alle schon einmal freuen“, so Yves Phiel.  

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erstellt am 03.Nov.2016 | 20:45 Uhr

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