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Parchimer Zeitung

25. März 2017 | 03:00 Uhr

Parchim : Treff der Alternativen: Baustart im Mai

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Sanierung des Vereinsgebäudes wird mit 339 300 Euro aus dem Leader-Programm ermöglicht. Gestern offizielle Übergabe des Zuwendungsbescheides.

Großer Bahnhof gestern in der Begegnungsstätte des Vereins Alternative Jugend am Schwarzen Weg von Parchim: Anja Witt vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg überreichte einen Bewilligungsbescheid für Fördermittel in Höhe von 339 300 Euro aus dem Leader-Programm. Damit ist die Sanierung des baufälligen Jugendzentrums finanziell in trockenen Tüchern. Die Stadt beteiligt sich mit ca. 37 700 Euro an dem Projekt. Als Baustart wird der Mai angepeilt, erfuhr SVZ gestern vor Ort. Vor allem beim Verein, der vor etwa elf Jahren das am Stadtrand gelegene Gelände von der Stadt pachtete und sich in dem spartanischen Gebäude mit viel Aufwand eine mehr als bescheidene Bleibe schuf, ist die Erleichterung groß. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, einige davon bereits mit eigenem Nachwuchs, hatten zeitweise fast schon die Hoffnung begraben, dass ihr Zentrum noch zu retten ist. Der Verein befürchtete sogar das Aus . Vor lauter Verzweiflung schlugen die Alternativen im November 2015 in der Stadtvertretersitzung auf, um dort ihre brennendsten Fragen anzubringen. Sowohl Bürgermeister Dirk Flörke als auch Stadtpräsidentin Ilka Rohr versprachen den Alternative damals in die Hand, mit ihnen im Gespräch zu bleiben. Im März 2016 bekräftigte Bürgermeister Dirk Flörke noch einmal gegenüber SVZ , dass man die Alternative Jugend nicht im Regen stehen lassen werde. Dieser Tenor herrschte auch unter den Stadtvertretern. Licht am Ende des Tunnels zeichnete sich im September 2016 ab: Die Stadt konnte den Jugendförderverein Parchim-Lübz gewinnen und beauftragte ihn mit der Abwicklung der Sanierung. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung passierte am 28. September 2016 die Stadtvertretung. Die Nutzer der Begegnungsstätte haben sich bereit erklärt, als Verein Eigenleistungen in einem Gegenwert von etwa 20 000 Euro bei der Sanierung einzubringen. Auch „Socke“ will bei Arbeitseinsätzen auf der Matte stehen. Der 29-Jährige war schon dabei, als die Alternativen, zumeist Punks, noch in der Flora, einer still gelegten Gärtnerei, campierten und erlebte damals den Umzug ans andere Ende der Stadt mit. Seitdem war er bei so gut wie allen Konzerten dabei. „Das ist hier der perfekte Standort. Wir stören niemanden, uns stört niemand und man wird so akzeptiert, wie man ist.“

 

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erstellt am 16.Mär.2017 | 05:00 Uhr

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