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Parchimer Zeitung

03. Dezember 2016 | 14:43 Uhr

25 Jahre Kreisjugendring : Streitbare Anwälte für die Jugend

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Wandel vom Ferienveranstalter zum Interessenvertreter

Vom Veranstalter für Ferienlager, Kinderfreizeiten und Jugendaustausch zum Anwalt für die Interessen junger Menschen – der Kreisjugendring (KJR) hat sich in den 25 Jahren seines Bestehens stark gewandelt. Das war am Montagabend der einmütige Tenor bei der Jubiläumsfeier im Parchimer Haus der Jugend.

Aus Anlass der Feier lobte der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling, die Wertschätzung, die sich der KJR als Anwalt der Jugend erarbeitet habe: „Der Kreisjugendring hat sich zum Sprachrohr der jungen Generation gemausert.“

Zugleich verhehlte der Beigeordnete des Landkreises aber nicht, dass er sich manchmal zuerst das Gespräch hinter verschlossenen Türen und nicht gleich die öffentliche Einmischung des KJR gewünscht habe. Der Jugendring habe erstaunliche Ergebnisse erzielt und viel zum Demokratieverständnis bei Jugendlichen beigetragen.

Dessen „tolle Arbeit“ werde auch von den Mitgliedsvereinen, Bürgermeistern, dem Fachdienst Jugend in der Kreisverwaltung und der Kreispolitik sehr geschätzt. „Wir werden Kinder und Jugendliche künftig noch mehr in die Dinge einbinden, die sie angehen“, versprach der Kreisbeigeordnete. Schmülling zeigte sich zuversichtlich, dass bei der in zwei Wochen geplanten Verabschiedung des Kreishaushalts die empfohlene institutionelle Förderung des Kreisjugendrings problemlos über die Bühne gehen werde.
Vorstandsvorsitzender Nico Conrad betonte die neue Rolle, die der Kreisjugendring spiele: „Wir werden der Jugend weiterhin den Rücken stärken und ihr Gehör verschaffen.“ Inzwischen sei es gelungen, kreisweit 13 Vereine mit Kinder- und Jugendarbeit in das KJR-Boot zu holen. Conrad: „Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten.“ Die Monate ohne Vereinskoordinator oder Geschäftsführer seien eine harte Bewährungsprobe gewesen. „Jedes Ehrenamt braucht auch Hauptamtliche.“ Der Kreisjugendring sei durch die Mitgliedschaft seiner Partnervereine erstarkt und bunter geworden. Projekte wie die Organisation der Bundestagswahl für U-18-Jugendliche oder das Jugendforum seien wegweisend, so Nico Conrad. Weiter: „Wir wollen unsere qualitativen Standards erhalten und neue Wege gehen.“ Mit der institutionellen Förderung erhalte der Kreisjugendring auf drei Jahre Planungssicherheit. Abschließend betonte Conrad, dass sich der KJR weiter gegen Personalabbau in der Jugendpflege, Jugendhilfe oder Schulsozialarbeit zur Wehr setzen werde, wie jüngst Anfang der Woche geschehen. Ab sofort wird der Jugendring Personen aus Politik und Gesellschaft im Landkreis drei Fragen zu brisanten Themen stellen, Motto „Aktuell nachgefragt“.

 

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