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Parchimer Zeitung

10. Dezember 2016 | 02:06 Uhr

Bereit für den Winter : Seit heute Schneepflug-Alarm

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Immer am 1. November stellen die drei Straßenmeistereien des Landkreises Winterdienst-Bereitschaft her

Auch wenn das Thermometer momentan zweistellige Plusgrade anzeigt: „Ab 1. November stellen wir die Winterdienstbereitschaft her“, sagt Hans-Georg Zwang, Fachdienstleiter Straßen- und Tiefbau bei der Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim. Das bedeutet, 51 im Schichtbetrieb eingesetzte Winterdienst-Mitarbeiter der drei Kreisstraßenmeistereien Hagenow, Ludwigslust und Parchim sind für den Kampf gegen Väterchen Frost gewappnet.

In diesem Jahr haben die Meistereien in Hagenow und Parchim je einen neuen Lastwagen bekommen, die modernen Fahrzeuge laufen mit speziellem Streuaufsatz auch im Winterdienst. Der Landkreis hat insgesamt 1220 Tonnen Streusalz eingelagert – unter anderem in der neuen Streumittelhalle in Vellahn. Die Lagerkapazität hilft dabei, billigeres Sommersalz einzulagern und damit Kosten zu sparen. Antibackmittel macht das Material lagerfähig.

Die erfahrenen Kollegen der drei Meistereien mit sechs Standorten sind für den Winterdienst auf 975 Kilometern Kreisstraßen, 136 Kilometern Radwege, 80 Brücken und drei Tunnel zuständig. Dabei sind die Witterungsbedingungen in dem großen Landkreis zwischen Plau und dem Schaalsee, zwischen Sternberg und der Elbe niemals gleich.

„Unsere Mitarbeiter kennen ihre Region“, sagt Andreas Adler, Leiter der Kreisstraßenmeisterei Parchim. Um drei Uhr früh beginnt die Schicht, ein Mitarbeiter erkundet vorher die Glättelage auf dem Weg zur Arbeit. Müssen die Straßenmeister raus, stehen insgesamt 20 Lastwagen zur Verfügung, allein neun im Parchimer Bereich mit den Standorten Crivitz und Lübz. „Bei ganz schwierigen Witterungsverhältnissen können wir zwei zusätzliche Wagen von Firmen anfordern“, erklärt Fachdienstleiter Hans-Georg Zwang.

Was kommt auf die winterliche Straße? Aus dem Streuteller der Winterdienst-Fahrzeuge landet eine Mischung aus Trockensalz und Sole angefeuchtet auf der Fahrbahn. „Das erhöht die Wirkung und hilft Salz einzusparen. Trockenes Salz weht leichter weg“, sagt Andreas Adler. Die genaue Dosierung entscheidet der Fahrer des Streu- und Räumfahrzeugs.

Hans-Georg Zwang: „Es ist nicht ganz ohne, was wir von unseren Jungs verlangen. Das ist hochkonzentrierte Arbeit. Alle haben Erfahrung. Da achten wir darauf.“ Die Fahrer kennen auch die kritischen Stellen ihrer Touren.

Eine Bitte hat Hans-Georg Zwang an die Autofahrer: „Versuchen Sie bitte nicht, das Streufahrzeug zu überholen.“ Das bringt den Fahrer, besonders wenn er mit dem breiten Räumschild unterwegs ist, in Schwierigkeiten. Der Streuwagen fährt zudem auf noch nicht beräumter Straße, reagiert also schwerfälliger.

Ohnehin sollten Autofahrer nicht überall „schwarze Straßen“ erwarten. Das ist unmöglich.Aber dass geräumt und gestreut wird, darauf können sie sich verlassen... 

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