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Parchimer Zeitung

19. Februar 2017 | 15:27 Uhr

Parchim : Seit drei Jahren ohne feste Bühne

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Junges Staatstheater Parchim weiterhin auf Tour. Ensemble arbeitet an neuen Stücken. Hoffen auf Fortschritt bei neuer Spielstätte

Am 15. Januar 2014 war Schluss. Um 10 Uhr spielte das Ensemble des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim mit „Frühlingsstürme“ nach Frank Wedekind vor ausverkauftem Haus die letzte Vorstellung. Danach war klar: Die große Bühne und der Malsaal werden aus bautechnischen Gründen für den Zuschauerverkehr gesperrt. Einzig die kleine Bühne in der Theatergaststätte darf weiterhin bespielt werden.

Eine anstrengende Zeit liegt hinter den Theaterleuten, bedeutete die Schließung des großen Saals und der Studiobühne Malsaal nun, dass bis auf Ausnahme der Theatergaststätte alle Vorstellungen so genannte Abstecher sind. Erste große Ausweichstätte ist die Stadthalle Parchim geworden, in der der kleine und der große Saal bespielt werden können. Liebgewonnene Traditionen, wie zum Beispiel die Familienvorstellung des Weihnachtsmärchens am zweiten Weihnachtsfeiertag sind durch die Planung in der Stadthalle mit anderen Events derzeit nur bedingt möglich.

Als Landesbühne war das ehemals Mecklenburgische Landestheater Parchim, das nun durch den Zusammenschluss mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Junges Staatstheater Parchim heißt, in den vergangenen Jahrzehnten repräsentativ in Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern stets präsent.

So verzeichnete das Theater in den vergangenen drei Jahren 31 Premieren mit 665 Vorstellungen und konnte rund 85 000 Zuschauer erreichen. Hinzu kamen jeweils drei Premieren der von Schauspielern ehrenamtlich geleiteten Theaterclubs „Pütter Bretter“ und „Theaterjugendclub“.

Zur Zeit arbeitet das Junge Staatstheater Parchim an zwei neuen Stücken: „Schlafen Fische?“ von Jens Raschke wird am Sonntag, dem 29. Januar in der Theatergaststätte Premiere feiern und der Kinderbuchklassiker von Hannes Hüttner „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ wird am Sonntag, dem 5. Februar im großen Saal der Stadthalle sein Debüt erleben. Am Samstag dem 18. März erlebt „Nur für drei Tage“ von Georg Staudacher seine deutsche Erstaufführung.

Fehlt nur noch das bekannte Stück „Ende gut, alles gut“, das momentan nur hinter den Kulissen läuft. Noch ist nicht geklärt, aus welchen Ressorts der Landeszuschuss für den Umbau der Elde-Mühle in Höhe von fünf Millionen Euro kommt. Dass er kommt, steht nahezu fest. Landrat Rolf Christiansen (SPD) bleibt optimistisch: „Alle Signale von Landesseite sind positiv. Ich gehe davon aus, dass wir zeitnah eine verbindliche Zusage zur finanziellen Unterstützung für den Theaterbau in Parchim haben werden.“ Danach kann die Ausschreibung zum Umbau erfolgen.

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erstellt am 11.Jan.2017 | 05:00 Uhr

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