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Parchimer Zeitung

04. Dezember 2016 | 09:09 Uhr

Friedrichsruhe : Radweg vorerst ohne Asphalt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Torf im Boden bei Neu Ruthenbeck und Friedrichsruhe erschwert Arbeiten. Teil des neuen Weges bleibt zunächst ohne Schwarzdecke.

Mächtige Torfblasen sind im Boden bei Neu Ruthenbeck und Friedrichsruhe. Das erschwert den Bau des Radweges zwischen Friedrichsruhe und Crivitz. Die Folge: Auf einem Teilstück vom Abzweig Goldenbow in Richtung Friedrichsruhe rollen die Radler vorerst nicht über glattem Asphalt, sondern über eine ungebundene Deckschicht.

Er könne sich das ähnlich vorstellen wie auf den Wegen bei der Bundesgartenschau in Schwerin, hörte Uwe Kröger, der Bürgermeister von Friedrichsruhe, von den Bauverantwortlichen. Durch den schlechten Untergrund soll hier erst später Asphalt aufgetragen werden.

Unter der Trasse sind nicht tragbare Schichten, erklärt Cornelia Theiß vom Straßenbauamt Schwerin. Es lohnte sich nicht, den Torf herauszuholen. Im Damm für die Trasse wurden zur Stabilisierung Fliesschichten verarbeitet. Man geht davon aus, dass sich der Boden durch die Auflast auf dieser Trasse selbst verdichtet. So lange sollen die Radfahrer hier über die ungebundene Deckschicht rollen. Erst danach – der Zeitpunkt steht noch nicht fest – soll asphaltiert werden.

Nach dem gleichen Muster hat das Straßenbauamt mit einem Radweg im Landkreis Nordwestmecklenburg – an der L 031 zwischen Bobitz und Groß Krankow – verfahren. Auch dort wurde wegen des schlechten Untergrunds erst eine ungebundene Deckschicht und nach ein bis zwei Jahren Asphalt eingebaut, erklärt Cornelia Thieß.

Die Torfblasen bei Friedrichsruhe seien vor Baubeginn bekannt gewesen, so die Fachfrau aus dem Straßenbauamt. Von dem schlechten Untergrund auf der zweiten Radwegbausstelle – am Abzweig bei Ruthenbeck – sei man hingegen während der Bauphase überrascht worden. Hier laufen diese Woche noch Erdarbeiten. Es werde eine Art schwimmender Damm gebaut, erklärte Cornelia Theiß. Dabei werden Fliese in Kies eingepackt. So entstehen etwa 40 Zentimeter dicke Schichten. Und solche werden übereinander gepackt, bis die Höhe des Dammes erreicht ist.

„Das ist sehr aufwändig“, sagt Cornelia Theiß. Aber sie sei frohen Mutes. Bis zum Jahresende sollen die beide bislang fehlenden Abschnitte des Radweges an der Bundesstraße zwischen Friedrichsruhe und Crivitz fertig gestellt sein.

Abhängig von der Witterung soll nach derzeitigem Stand voraussichtlich nächste Woche der Asphalt auf dem Radweg zwischen Neu Ruthenbeck und Zapel Hof aufgetragen werden. Und auch wenn die Trasse neben der Bundesstraße liegt, sei während dieser Arbeiten mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, erklärte Cornelia Theiß.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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