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Parchimer Zeitung

03. Dezember 2016 | 05:36 Uhr

Parchim : „Parchim liest“ geht in elfte Runde

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Vom 8. bis 24. November wieder Veranstaltungen an verschiedenen Orten . Hobbyautoren blättern am 19. 11. in ihren Manuskripten.

Parchim Wenn im Irish Pub einem der ersten Comicautoren der Weltliteratur gehuldigt wird, in der Theatergaststätte deutsche Balladen gespielt, getanzt und deklariert werden und sich in der Stadthalle die spitzeste Zunge der Nation die Männer  vorknöpft – dann heißt es in Parchim wieder „Parchim liest“. Das November-Kulturereignis in der Kreisstadt erlebt in diesem Jahr bereits seine elfte Auflage. „Ich finde es toll, dass die bewährten Partner erneut  mit im Boot sind“,   steigt auch bei Kerstin Häger vom für Kultur zuständigen Fachbereich in der Parchimer Stadtverwaltung die Vorfreude auf den November. 

„Parchim liest“ ist eine Gemeinschaftsaktion verschiedener Akteure, die  das  kulturelle Leben der Stadt das ganze Jahr über mitgestalten. Vor zehn Jahren wurde die Idee geboren, den November mit einer besonderen Leseaktion etwas heller zu machen. Beschränkte sich „Parchim liest“ anfangs noch auf ein Wochenende, was viele Besucher regelrecht in Entscheidungsnöte brachte, da sich die Veranstaltungen logischerweise zeitlich überschnitten, steht nun  fast der gesamte Monat im Zeichen des Lesefestes.

Den Auftakt macht in diesem Jahr am 8. November das Junge Staatstheater Parchim. Am 24. November wird der Buchladen von Tilo Tambach in der Blutstraße zum Ausgangspunkt eines visuellen Spazierganges durch Parchim. Gerhard Schmidt hat  in seiner umfangreichen Postkartensammlung gestöbert und wird dem Publikum erneut Parchimer Motive präsentieren. Auf Grund der großen Resonanz der beiden vorangegangenen Veranstaltungen mit dem heimatinteressierten Malermeister ist es nicht ausgeschlossen, dass die Veranstaltung sogar  in die Stadthalle verlegt wird. Selbstverständlich bekommen auch bei „Parchim  liest 2016“ wieder Hobbyautoren aus Parchim und Umgebung die Möglichkeit, in ihren Manuskripten zu blättern und Auszüge aus ihren Arbeiten einem breiteren Publikum  vorzustellen: Das Forum für Schreibende findet am 19. November ab 15 Uhr im angenehmen Rahmen   in der Stadtbibliothek statt. Wer dabei sein  möchte, kann sich unter Telefon 03871/606720 anmelden.

Der Bauförderverein von  St. Marien nimmt die alljährliche Leseaktion traditionell  zum Anlass, um Werke der neueren Zeitgeschichte mit Bezug zu Mecklenburg bzw. Parchim vorzustellen. Am 18. November wird der gebürtige Crivitzer Dr. Christian Halbrock, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen  (BStU) in Berlin,  sein 2014 erschienenes Buch „Freiheit heißt die Angst verlieren“  vorstellen. Das Buch gilt als erste umfassende Studie zu Widerstand und Opposition im Norden der DDR.

Mit eigenen Vorlesewettbewerben, Lesenächten und vielen weiteren spannenden Aktionen heißt es auch wieder in allen  in der Kreisstadt ansässigen  Schulen: Parchim liest.

Nachdem im vergangenen Jahr 1000 Flyer mit der Veranstaltungsübersicht schneller vergriffen waren, als gedacht, ist die Auflage in diesem Jahr noch einmal erhöht worden. Gestaltet wurden sie von Antje Daate vom Jungen Staatstheater Parchim. Sie entwarf schon 2006 das unverwechselbare Plakat für das Lesefest in der Kreisstadt, das ab dieser Woche wieder in vielen Schaufenstern der Stadt aushängen wird.

Christiane Großmann

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erstellt am 18.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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