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Parchimer Zeitung

30. April 2017 | 20:41 Uhr

Parchim : Neuer Tower in Betrieb

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Modernste Technik auf dem Regionalflughafen installiert / Airport setzt auf Fracht- und Passagierflüge mit Zielen außerhalb Europas

Parchim Der neue Tower auf dem Parchimer Flughafen ist in Betrieb. Das wurde am Montag gefeiert.  Gleich neben dem 37 Meter hohen Turm sind die Fundamente für den nächsten Neubau auf dem Airportareal gegossen: für eine erweiterte Halle für die Abfertigung von bis  zu 300 Passagieren pro Flugzeug. Das ist die Größenordnung, wie sie bei Langstreckenflügen zwischen China und Europa nötig ist. Der Airport sieht in den Touristen aus Fernost eine Chance.

 Eugen Arnstadt, der Leiter des Flughafenbetriebs in Parchim,  und Jiasong Zheng, Assistent der Geschäftsführung des chinesischen Investor des  Airports, bedankten sich am Montag bei den   Mitwirkenden an dem Tower-Projekt. Parchim entwickelt sich mittels der hier installierten Technik zum   Regionalflughafen mit   internationalem Standard. Modernste Soft- und Hardware für Navigation, Meteorologie und Kommunikation wurden zusammengefügt. Alle wichtigen Systeme  gibt es  für den Notfall in doppelter Ausführung. Dabei ist die Technik  so ausgelegt, dass  es auch bei einem Stromausfall während einer Landung  kein Sicherheitsproblem geben soll, erfuhr SVZ.

Um künftig die höchsten internationalen Kategorien für einen Flughafen zu erfüllen, sind allerdings noch weitere Investitionen nötig – beispielsweise in die Befeuerung der Landebahn.

Die Arbeiten am neuen Tower begannen bereits im November 2011. Dabei habe die Firma Max Bögl als Generalauftragnehmer über zehn Unternehmen aus der Region beteiligt, erklärt Eugen Arnstadt. Die Ausrüstung des Towers, die das Herzstück des ganzen Flughafens darstellt, begann im Sommer 2013. An der Parchimer Flughafentechnik haben die Deutsche und die Österreichische Flugsicherung und Spezialfirmen aus Europa mitgewirkt. Im klimatisierten Serverraum im Erdgeschoss des neuen Towers fließen alle Informationen zusammen. Oben in der Kanzel des Towers arbeiten die Fluglotsen an Monitoren, die an diese Rechner angeschlossen wurden.

Der alte Tower, der in den 1990er Jahren errichtet wurde, ermöglichte   bereits   eingeschränkten Instrumentenanflug. Allerdings nicht bei extrem schlechter Sicht. Der alte Tower war nur übergangsweise zugelassen und entsprach nicht den internationalen Forderungen. Es war auch nur möglich, gleichzeitig ein Flugzeug im Umkreis von zehn Kilometern zu lotsen, erfuhr SVZ. Dadurch konnten nicht immer pünktliche Landungen garantiert werden.

Seit der neue Tower in Betrieb ist, verzeichnet der Flughafen eine verstärkte Nachfrage, sagt Arnstadt. Zu den bisherigen Nutzern des Parchimer Flugplatzes zählen u.a. Geschäftsreisende von Großunternehmen im Raum Wismar und Schwerin, die mit Privatjets reisen. Es gibt häufige nächtliche Ambulanz- und auch viele Ausbildungsflüge der Lufthansa-Flugschule Bremen. Auch trainieren regelmäßig Piloten u.a. von Swissair und Lufthansa, die   auf Langstrecken unterwegs sind, hier die Starts  und Landungen. Perspektivisch setzt der Airport auf Fracht- und Passagierflüge mit Zielen außerhalb Europas.

 

 

 

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erstellt am 18.Mai.2015 | 17:04 Uhr

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