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Parchimer Zeitung

29. September 2016 | 18:59 Uhr

Parchimer Nachwuchsakademie : Mit Meer und Natur ins Semester

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Dienstag beginnen die PaNAk-Vorlesungen . Exkursion ins Ozeaneum Stralsund am nächsten Sonnabend sind bis auf den letzten Platz ausgebucht

Die Schulzeit hat begonnen, jetzt liefert die Parchimer Nachwuchsakademie PaNAk wieder die Extraportion Wissen. Am Dienstag, 20. September startet das Herbstsemester mit dem Naturschützer Walter Kintzel „Artenvielfalt ist Lebensqualität“ ist das Thema des engagierten Parchimers ab 14.05 Uhr im Friedrich-Franz-Gymnasium.

Das Motto seines spannenden Vortrags zieht sich durch den Verlauf der Stammesentwicklung des Menschen. Walter Kintzel: „Seine Nahrungsquellen, Pflanzen und Tiere, waren unerlässlich für sein tägliches Leben und Überleben. Je größer die Artenvielfalt war, desto variabler war seine Ernährung. Bestimmte Pflanzen dienten dem Menschen als Heilpflanzen.“

Aus Pflanzenfasern und tierischen Produkten, Fellen und Federn, fertigte der Mensch seine ersten Kleidungsstücke, um sich vor den Unbilden der Natur zu schützen. Ein pflanzliches Produkt, das Holz, diente ihm als Heizmaterial, zum Zubereiten von Speisen und der Haltbarmachung („Räuchern“) der Nahrung. Der Naturschützer weiter: „Auch wenn wir heute dem Stadium der Jäger und Sammler entwachsen sind, andere Energieträger nutzen und aus synthetischen Fasern Textilien herstellen können, bleibt eine Abhängigkeit von den Pflanzen und Tieren.“

Die jungen Zuhörer der Vorlesung erfahren, wie Pflanzen und Tiere in ihrer Artenvielfalt uns jenseits von der Nahrung, der Kleidung und der Energieträger beeinflussen. Es wird sich dabei herausstellen, dass unser Wohlbefinden und unsere Freizeitaktivitäten stark von der Artenvielfalt geprägt werden.

Das führt laut Walter Kintzel direkt zum Naturschutz, der Erhaltung der Arten und dem Schutz der Lebensräume. Dieser Schutz sei primär auch eine ethische Aufgabe des Menschen, diene aber auch der Erhaltung des Gen-pools, denn wir wissen heute in vielen Fällen noch gar nicht, welche Gene zum Beispiel der Pflanzen für die Gesunderhaltung des Menschen nutzbar gemacht werden können.

Der PaNAk-Referent, Naturschutzwart und seit mehr als 50 Jahren aktiv im Naturschutz tätig: „Die Umgebung unserer Heimatstadt Parchim bietet ein vielfältiges Mosaik von Lebensräumen, das die Grundlage für eine Artenvielfalt ist. Besonders die ehrenamtlichen Naturschützer, als Naturschutzwarte vom Behördennaturschutz anerkannt, unternehmen in ihrer Freizeit und unentgeltlich große Anstrengungen, Pflanzen und Tiere zu erfassen, um dann daraus Schutzmaßnahmen abzuleiten und auch durchzuführen.“ In Schweden nennt man den Naturschutz „Naturpflege“, das wollen die Naturschützer auch bei uns durchsetzen.

Im Mittelpunkt des Vortrages am Dienstag stehen Fotoaufnahmen seltener Pflanzen und Tiere aus unserer Region, die vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet sind.

Der Ausflug ins Ozeaneum Stralsund erweitert dann am Sonnabend, 24. September den Blick aufs Meer und seine Lebewesen. Die von der Nachwuchsakademie organisierte und bis auf den letzten Platz ausgebuchte Fahrt wird den Blick auf die Vielfalt des Lebens in den Weltmeeren richten.


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erstellt am 17.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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