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Parchimer Zeitung

08. Dezember 2016 | 03:05 Uhr

Parchim : Langfingern keine Chance bieten

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Gartenfreunde sichern jetzt ihre Grundstücke und Lauben. Polizei rät: Wenn etwas gestohlen wird, unbedingt Anzeige erstatten

Das Gartenjahr geht zu Ende, die deutlich ruhigere Winterzeit für die Hobbygärtner steht vor der Tür. Während Kleingärtner zu Hause bei wohliger Wärme den einen oder anderen Gartenkatalog wälzen und nach neuen, interessanten Blumen- und Obstsorten blättern oder sich um die Samenbestellung des Gemüses kümmern, gibt es Zeitgenossen, die unter den Kleingärtner für Unruhe sorgen.

Es ist die Zeit der Langfinger, die sich an und in den Gartenlauben zu schaffen machen. Sie nutzen die Winterruhe und brechen in die Gartenlauben ein und begehen diverse Diebstähle. Leider muss die Polizei insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten immer wieder Einbrüche in Garten- und Bootshäuser registrieren. So wurde erst vor wenigen Tagen ein Einbruch in ein Gartenhaus in der Kleingartenanlage Vietingshof in der Ziegendorfer Chaussee gemeldet. Unbekannte stahlen unter anderem eine Gasflasche und einen Akkuschrauber.

Daher der Rat des Regionalverbandes der Gartenfreunde Parchim, unbedingt die Lauben gut zu sichern oder aber zumindest das wertvolle Werkzeug sowie die Maschinen wie Rasenmäher, aus den Lauben zu entfernen und diese zu Hause im Keller oder dergleichen aufbewahren. Ist nichts zu holen für die Langfinger empfiehlt es sich sogar, die Gardinen beiseite zu schieben, so dass Einbrecher sehen können, dass hier wirklich keine Beute auf sie wartet.

Ein weiterer Tipp: Auch im Winter bieten unsere Gärten schöne Anblicke, wenn der Schnee auf den Pflanzen liegt. Da lohnt sich ein Besuch im Garten bei frischer, sauberer Winterluft. Dabei sollten Gärtner durchaus auch mal einen Blick über den Gartenzaun werfen, um zu sehen, dass auch beim Nachbarn alles in Ordnung ist und keine ungebetenen Gäste zu Besuch waren.

Norbert Brockmann von der Parchimer Kriminalpolizei gibt auf den Weg, dass „wenn doch ein Einbruch bemerkt wird, dann unbedingt die Polizei verständigen, damit mögliche Spuren gesichert werden können. Auch wenn nicht sofort ein Täter ermittelt werden kann, so dienen mögliche Spuren oft dazu, ermittelten Täter weitere Einbrüche nachweisen zu können“.

Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust warnt davor, ertappte Einbrecher zu stellen: „Begeben sie sich nicht in Gefahr, versuchen sie niemals einen mutmaßlichen Einbrecher auf frischer Tat zu stellen. Rufen sie über den Notruf 110 immer die Polizei.“

Er hat auch einen weiteren Vorsorgetipp für Gärtner parat: „Man sollte seinen Garten beziehungsweise seine Bootshausanlage ruhig einmal mit den Augen eines Einbrechers betrachten, um so Schwachpunkte analysieren zu können. Beliebte Einstiegspunkte sind nach wie vor Fenster, Türen und Dachluken.“

 

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erstellt am 01.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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