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Parchimer Zeitung

09. Dezember 2016 | 20:24 Uhr

Mestlin : Kunstgenuss lockt ab heute ins Hinterland

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Freitagabend um 18 Uhr öffnet hochkarätiger Kunstmarkt in Mestlin / 30 Akteure mit Kunst, Mode, Handwerk und Design bis Sonntagnachmittag im Kulturhaus

Kunst macht zunächst viel Arbeit. Dazu gehört für Ute Dreist ganz selbstverständlich, schwere Kisten mit Keramik die Treppe im Mestliner Kulturhaus hinauf zu schleppen. Im ersten Obergeschoss bereitet sie seit Tagen „ihren“ Galerieraum“ für den großen Auftritt vor. Schalen, Kannen, Töpfe und Teller, die sie in ihrer Werkstatt im benachbarten Techentin gefertigt hat, suchen ihre Käufer. „Darauf freue ich mich schon sehr. Wir hatten vor sechs Jahren einen Traum, der Wirklichkeit wurde“, sagt sie voller Stolz. Unvergessen der Herbstabend im Jahr 2010, als Ute Dreist zusammen mit einer Kollegin bei der Tasse Tee auf die Idee kam, Gleichgesinnte an einem Ort zu versammeln, um Kunst bei einem bunten Markttreiben und feinen Speisen an den Mann oder die Frau zu bringen. Zwei Jahre gingen ins Land, bis sich im November 2012 unter dem viel sagenden Titel „Hinterland“ die Türen im Mestliner Kulturhaus öffneten und die Besucher nicht lange auf sich warten ließen. „Nun können wir uns schon auf ein kleines Jubiläum“, erwähnt Ute Dreist in aller Bescheidenheit.

Von Anfang an dabei ist Katrin Stein. Die junge Floristin hat eine weite Reise hinter sich. „Nach Mecklenburg komme ich immer wieder gerne“, betont die Dresdnerin, die im Norden Freunde hat und auch das Publikum sehr schätzt. Wie in den Vorjahren kommt sie bereits einige Tage vor der Eröffnung des Kunstmarktes, um ihren Stand im Erdgeschoss des Kulturhauses vorzubereiten. Bei Katrin Stein dreht sich alles um die Kunst, aus Blumen, Kerzen und Naturmaterialien Freude in die grauen Novembertage zu bringen. „Die Kunden schätzen den Mestliner Kunstmarkt. Anders als in meiner Heimat Sachsen gibt es hier nur wenige derartige Angebote“, weiß sie aus Erfahrung.

In einem kleinen, nischenförmigen Raum im Obergeschoss werkelt Wolfgang de Vries. Der Keramiker, Bildhauer und Maler ist in Kressin nahe Neu Poserin zu Hause, versteht sich in erster Linie als Gestalter und ist stets „auf der Suche nach der Schönheit der Dinge“. Dafür musste er nun zunächst einmal mit Akkuschrauber und Hammer Regale und Hängemöglichkeiten sowie Lichter installieren. Ab heute Abend können die Besucher seine Porzellanlampen, Keramikstücke und Holzbilder bewundern und erwerben. Da Wolfgang de Vries schon zum fünften Mal dabei ist, kommen auch die Stammkunden auf ihre Kosten.

Am Treppenaufgang balanciert Martin Hoffmann, Maler und Graphiker aus Hamburg, auf einer Trittleiter. Damit seine Collagen und Druckgrafiker haargenau und waagerecht präsentiert werden können, lässt er sich dafür die nötige Zeit.

„Das große Haus hat Potenzial. Die Besucher wissen, worauf sie sich einlassen. Wer zu uns kommt, erwartet anspruchsvolle Angebote bis hin zu feinen Speisen und Getränke, vielfach in Bio-Qualität“, sagt Ute Dreist. Sie rät, schon am Freitagabend reinzuschauen. „Da kann man sich in Ruhe umsehen und der Eintritt ist frei.“

Überraschen soll auch das Programm. Da passt es, dass der große Saal des Hauses in diesem Jahr von Reinhard Zabka für drei Tage in ein „Lügenmuseum“ verwandelt wird.

Ausführliche Infos in der Printausgabe am Freitag und bei ePaper.
































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erstellt am 10.Nov.2016 | 14:52 Uhr

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