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Parchimer Zeitung

11. Dezember 2016 | 14:54 Uhr

Parchim : Kein Jahr ohne Martinimarkt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Volksfest als Familie erleben: Katrin und Michael Giesler genießen mit ihren Kindern Jule und Tim einen fröhlichen Abend auf dem Jahrmarkt

„Es gibt kein Jahr, in dem wir nicht zum Martinimarkt gehen. Das ist das Highlight des Jahres. Schon als Kind habe ich mich darauf gefreut“, schwärmt Michael Giesler, während er mit seiner Familie die ersten Schritte über den Parchimer Festplatz geht. Am Samstagabend ist das Gelände an der Bergstraße gut besucht, von Gedränge kann dennoch nicht die Rede sein. „Noch ist es leer. Der große Ansturm kommt später am Abend. Und am Sonntag ist immer am meisten los“, sind sich Gieslers einig.

Die vierköpfige Familie beginnt ihren Rundgang auf dem Dreieck am Friedhofsweg. Erstmal schauen, was es so gibt. Eher spontan wollen sie die ein oder andere Karussellfahrt wagen, einen Plan gäbe es nicht. Tatsächlich sind die Gieslers nicht ziellos unterwegs. Jeder hat seine ganz persönlichen Martinimarkt-Favoriten im Auge. Tim Giesler weiß jetzt schon, er will nachher zum Autoscooter: „Da kann man andere ärgern und rammen“, schmunzelt der Neunjährige vor sich hin.

Der Weg führt an der Martini-Marktneuheit Riesenkrake „Der Polyp“ vorbei. Am High-Tech-Fahrgeschäft „V-Maxx“ herrscht Andrang. „Diese großen Drehdinger sind nichts für uns. Die kann ich nicht ab, aus dem Alter ist man raus. Davon wird einem bloß schlecht“, meint der Zwillings-Vater.

Die Gieslers wechseln die Straßenseite und schauen, womit ihre erste Fahrt beginnen könnte. Zum Glück passt das Wetter, obwohl der Untergrund leicht matschig vom Regen ist und die frühabendliche Luft nasskalt, frieren Kinder und Eltern nicht. Mit wetterfester Kleidung in Leuchtfarben sind die Zwillinge bestens ausgestattet. Verlieren kann man Jule und Tim durch ihre bunten Jacken jedenfalls nicht.

Die Aufregung steigt ganz plötzlich. Jule möchte jetzt endlich mit der Achterbahn fahren. Das Familiengeschäft in Optik einer riesigen Raupe saust auf roten Schienen durch die Parchimer Lüfte. Das grüne Plastikinsekt entzweit die Gieslers für einen Moment. Bruder Tim bleibt mit Vater Michael draußen stehen, dafür nimmt Mutter Katrin neben Jule Platz. Dann startet die Fahrt und verschafft dem lebhaften Kind den ersten Adrenalinkick des Abends.

Die nächste Portion Action holt sich die Neunjährige kurze Zeit später in der benachbarten Geisterbahn „Scary House“. Jetzt hält Papa als Mitfahrgelegenheit her. Begeistert von Geistern, stürmt Jule kurze Zeit später aus dem Gruselhaus: „Am besten war die Frau, die zur Hexe wurde. Und es gab einen Horrorclown“. Die 3D-Hexe filmte Giesler mit dem Handy, für den mobilen Schocker zwischendurch.

Große Ambitionen beweisen die Zwillinge beim Losziehen und Entenangeln. Eine Vorliebe fürs Gewinnen ist ihnen sofort anzumerken. Viele Lose, viel Geschick und viel Glück bringt der heutige Tag. Es gibt Preise, bei denen der Vater nur den Kopf schüttelt. „Der Hubschrauber liegt Montag kaputt in der Ecke“, ahnt er. „Gott sei dank hat Mama eine große Tasche“, lacht Katrin Giesler und stopft Spielzeug und Plüschtier in ihr Handgepäck.

Den Flugsimulator besteigen die Kinder nur zu zweit, den kennen sie schon aus den Vorjahren. Zeit für ein kulinarisches Highlight: in Rekordgeschwindigkeit verschwinden klebrige, rosa Wolken in den Mündern von Jule und Tim. „Lecker“!

Als die Runde um den Platz vollendet ist, sind anderthalb Stunden rum. Hundert Euro gaben sie bereits aus, schätzt Michael Giesler. „Kostspielig ist der Martinimarkt mit Sicherheit. Daher ist es praktischer, wenn nur ein Elternteil mitfährt“, sagt er. Extra sparen, auf die Preise achten, das täten sie heute aber nicht. Martinimarkt ist schließlich nur einmal im Jahr.

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erstellt am 06.Nov.2016 | 20:30 Uhr

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