zur Navigation springen

Parchimer Zeitung

23. Januar 2017 | 15:48 Uhr

Parchim : Hurra, die Straße ist endlich frei

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Seit Montagmittag rollt wieder der Verkehr durch die Putlitzer Straße. Auch Geschäftsleute sind erleichtert.

Aufatmen bei Geschäftsleuten in der Putlitzer Straße in Parchim: Seit gestern um zwölf Uhr mittags rollt der Verkehr durch die Bundesstraße vor ihrer Haustür. Endlich können sie wieder auf mehr Kunden hoffen. Während der Vollsperrung hatte es offenbar Umsatzeinbußen gegeben.

„Es wird allerhöchste Eisenbahn“, freute sich Eva-Maria Kähler aus der Bäckerei Borowski über das Ende der Vollsperrung. Sie und ihre Chefin Ramona Borowski berichteten, dass in den vergangenen Wochen weit weniger Kunden kamen. Denn durch die Vollsperrung der Straße vor ihrer Geschäftstür blieben diejenigen aus, die sonst kurz mit dem Auto stoppten und sich mit Backwaren und Kaffee versorgten.

Seit Anfang September war die Straße gesperrt. Das bekamen auch Gewerbetreibende rund um den Einkaufs-Markt in der Putlitzer zu spüren. Das Sonnenstudio war indes gestern auch vor der Wiederöffnung der Straße gut besucht. Die Gäste ließen sich offensichtlich durch Umleitungen nicht abschrecken. „Die Stammkunden sind gekommen“, sagt Anika Ulbrich.

Auch dem Friseursalon von Andreas Messall blieben die Stammkunden während der Vollsperrung treu. Allerdings gab es weniger Laufkundschaft, sagt er. Und damit auch weniger Umsatz.

Zu Abdulvesak Albayrak, Inhaber einer Änderungsschneiderei, kamen während der Bauzeit ebenso weniger Kunden als üblich.

Am Geschäft der Mecklenburger Landpute hing ein Schild: Wegen der Bauarbeiten wurden die Öffnungszeiten reduziert. In den vergangenen Wochen schloss das Geschäft abends eine Stunde früher. „Die Stammkundschaft aus Parchim hat uns gefunden“, sagte Mitarbeiterin Simone Rappuhn. Aber für Leute von außerhalb war das schwer. Da kaum noch Verkehr vorbei an dem Hinweisschild in der Putlitzer Straße vorbei rollte, blieben andere mögliche Käufer aus.

„Ich hatte nicht gedacht, dass es so schlimm wird“, so Horst Fandrich in der Tabakbörse. Der Umsatz bei ihm sei während der Bauphase um ein Drittel zurückgegangen. „Die Leute wollen ranfahren mit dem Auto“, stellte er fest. Dass die Arbeiten so lange gedauert haben, ärgerte ihn wie auch viele andere Parchimer. Es sei schließlich einen Bundesstraße, da müsse man zügiger arbeiten.

Ursprünglich sollte die Vollsperrung spätestens zum Martinimarkt aufgehoben werden. Zusätzliche Arbeiten an Leitungen haben nach Aussagen von Verantwortlichen für die Baustelle den Ablauf verzögert. In den nächsten Wochen ist weiter mit Behinderungen in der Putlitzer Straße zu rechnen, weil seitlich der Fahrbahn noch gearbeitet wird - so an den Rad- und Gehwegen. Doch der Verkehr rollt zwischen Moltkeplatz und Südring in Parchim wieder wie gewohnt auf der Bundesstraße 191 – in die eine Richtung durch die Putlitzer, in die andere durch die Buchholzallee.
 

zur Startseite

von
erstellt am 15.Nov.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen