zur Navigation springen

Parchimer Zeitung

08. Dezember 2016 | 01:07 Uhr

Dorfgeschichten : Fest am Fuße des Sonnenbergs

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Einwohner aus Neu Klockow begingen am Sonnabend ihren 125-jährigen Dorfgeburtstag

So gut wie ganz Neu Klockow war am Sonnabend auf den Beinen, um einen geselligen Abend am traditionellen Herbstfeuer zu verleben und zugleich den 125. Geburtstag des Dorfes am Fuße des Sonnenbergs zu feiern. Aus so einigen Familien versammelten sich gleich drei Generationen zu dem gemütlichen Beisammensein. Gut behütet auf dem Arm seiner Mama bekam zum Beispiel der kleine Anton Willi Jochim leuchtende Augen, als der vorbereitete Holzstapel auf dem Festplatz zu knistern und lodern begann.

Anton Willi erblickte vor 13 Monaten das Licht der Welt und ist damit aktuell der jüngste Erdenbürger in dem 107 Einwohner zählenden Dorf, in dem schon sein Vater Martin Jochim aufgewachsen ist und die Großeltern ihren Enkel nun so gut wie Tür an Tür gedeihen sehen. Antons Mama Vanessa Jochim zog im Februar 2013 von Parchim nach Neu Klockow und fühlt sich wohl in dem ländlich geprägten Ortsteil. Vor allem aber zählt für sie das gute Miteinander im Dorf, so wie es auch Nicole Sott und ihr Lebensgefährte Danny Petrat erleben, seit sie vor eineinhalb Jahren mit ihren beiden Kindern (4, 8) ebenfalls von Parchim nach Neu Klockow wechselten. Hier konnten sie sich nach langer Suche endlich den Traum „von etwas Eigenem“ erfüllen.

„Wir sind im Dorf offen und herzlich aufgenommen worden“, fasste die Familie sofort Fuß in ihrem neuen Umfeld. Dieses Miteinander möchten die jungen Dorfbewohner auch persönlich bewahren helfen: Nicole Sott wird ab Januar 2017 den Vorsitz des Vereins zur Belebung des dörflichen Lebens übernehmen. Ihre Stellvertreterin wird künftig Vanessa Jochim sein. Anja Behrend, die derzeitige Vorsitzende des 1993 gegründeten Vereins, gehört ebenfalls der jungen Generation an. Ihre Mutter Gerda Behrend findet es toll, dass sich immer wieder neue Mitstreiter finden. Bei Gerda Behrend liefen die organisatorischen Fäden für das Geburtstags-Herbstfeuer zusammen. Nicht nur das: Lange bevor die Laternen und Fackeln für den Umzug angezündet wurden, stand sie in ihrer Küche, um im größten Topf, den ihr Haushalt hergab, Soljanka zu kochen. Das nächste Mal trifft sich die ganze Nachbarschaft wieder im Frühjahr. Das Oster- und das Herbstfeuer gehören genauso wie das Kinderfest im Sommer zu den Ereignissen, auf die sich ganz Neu Klockow alle Jahre wieder freut.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Okt.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen