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Parchimer Zeitung

02. Dezember 2016 | 23:21 Uhr

Parchim : Ein bunter Tag voller Geschichten

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Spannender Leseprojektvormittag an der Adolf-Diesterweg-Grundschule. Sprache als Schlüssel zur Welt wird auf vielfältige Weise gefördert.

Was kann es besseres geben, als den Tag mit schönen Geschichten zu beginnen? Die Antwort lieferten in dieser Woche begeisterte Kindergesichter in der Adolf-Diesterweg-Grundschule. So freuten sich die Mädchen und Jungen der Klasse1c mit ihrer Klassenlehrerin Marion Pless über ihren Gast Ulf Kaeding, der u. a. das Buch von Astrid Lindgren „Ich will auch in die Schule gehen“ mitgebracht hatte. Es passte wunderbar auf die Situation der Erstklässler, die ihrem Vorleser gebannt lauschten. „Ich mache das schon viele Jahre mit viel Freude“, so Ulf Kaeding. Auch Zuhause sei er als Vorleser gefragt, erzählt er weiter: „Wenn ich meinem kleinen Enkel etwas vorlese, dann setzt sich die Große, sie ist 16 Jahre alt, immer noch gern daneben und hört zu.“

Im Flur gegenüber versuchen sich die Schüler der 1b an ihrer ersten selbst geschriebenen Geschichte und deren Illustration. Konzentriert sitzt Darlin vor ihrem Blatt Papier und schreibt von Oma und Opa im Haus, Mama und Papa im Wald und dass Ina mit Nina malt. Dazu zeichnet sie Bäume, Blumen und Häuser. „Das macht viel Spaß“, freut sich die Sechsjährige. Banknachbar Omar nickt zustimmend. „Die fertigen Blätter kommen dann in die Mappe ’Meine schönsten Arbeiten und Erlebnisse’, die für jeden Schüler von Klasse 1 bis 4 geführt wird“, erläutert Klassenlehrerin Gerda Karg. Für die Erstklässler wird es dann noch richtig aufregend, denn sie durften ihr Lieblingsbuch von Zuhause mitbringen, um es ihren Mitschülern vorzustellen. Anton Ott wählte das Kinderlexikon „Warum“, aus dem er vieles erfährt, was ihn interessiert, zum Beispiel über Bauwerke in anderen Ländern.

Doch nicht nur die Kleinsten bekommen gerne vorgelesen, das entdeckt man zwei Etagen höher in der Klasse 4a: Fiona Nörenberg hat ihre Oma Dorita Norden eingeladen, die das Buch „Die Kinder auf der Insel“ von Lisa Tetzner mitgebracht hat. Das Buch ist schon durch einige Hände gegangen, denn es gehörte Fionas Ururoma und ist heute so spannend wie damals. Wolfgang Tapfer , der Opa von Lennox Luis Venner, brachte der 4a „Helden wie Opa und Ich“ von Nina Rosa Weger näher. Natürlich wollen die Schüler auch selbst gern lesen. So haben sie sich im Vorfeld des Projekttages die Geschichte „Ben liebt Anna“ von Peter Härtling vorgenommen. „Heute beschäftigen wir uns dann ausführlich damit“, erklärt Klassenlehrerin Kirsten Heise. Dass die SVZ nicht nur als Lesestoff geeignet ist, beweist Anett Melzer, Sport- und Klassenlehrerin der 3a. Auch Hüpf-, Wurf- und andere Spiele sind durchaus mit einer Zeitung möglich und werden an diesem Projekttag in der Turnhalle ausprobiert. „Doch in erster Linie lesen wir sie natürlich“, schmunzelt sie. Jeden Morgen nehmen sich die Klassen 3a und 3b, die derzeit auch am ZiSch-Projekt teilnehmen , etwa zehn Minuten Zeit, um die Zeitung durchzustöbern, kleine Artikel zu lesen und darüber zu sprechen. „Das ist inzwischen eine liebe Gewohnheit geworden“, so Anett Melzer.


Lesekompetenz auf vielfache Weise fördern


Die Sprache als Schlüssel zur Welt ist eine grundlegende Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Prozess aktiv teilnehmen zu können. Vor diesem Hintergrund hat sich das Lehrerkollegium der Adolf-Diesterweg-Grundschule die Lesekompetenzförderung zum Schwerpunkt gesetzt. So wird der Erwerb der Lesefähigkeit bei allen Kindern in besonderer Weise gezielt gefördert und abgesichert. Es werden Lernbedingungen geschaffen, unter denen sich jeder Schüler Schrift und Sprache erschließen kann. In Klasseninternen und klassenübergreifenden Projekten beschäftigen sich die Kinder mit Texten, Büchern, Gedichten, basteln themenbezogen oder versammeln sich in den Leseecken. Die Schüler besuchen regelmäßig Autorenlesungen und andere Veranstaltungen in der Stadtbibliothek. In Kürze werden die 1 a und 1 b dort Bekanntschaft mit dem Buch „Lernen macht Spaß“ schließen.

Doch jede Geschichte hat irgendwann ein Ende und so auch dieser Leseprojekttag. Er war spannend, interessant, lustig, aufregend. Und auch die Sieger des Lesewettbewerbs sind nun gekürt.

Lesen Sie mehr dazu in der Printausgabe und im E-Paper.

 


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