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Parchimer Zeitung

24. Juni 2016 | 23:58 Uhr

Parchim : Brandstiftung im Asylbewerberheim

vom

In einem Asylbewerberheim in Parchim hat am Freitagmorgen ein Zimmer gebrannt.

Ein Feuer im Asylbewerberheim Parchim an der Ludwigsluster Chaussee hat gestern früh großen Sachschaden angerichtet, verletzt wurde bei dem Brand einer Matratze aber niemand.

Gegen 7.20 Uhr wurde die Parchimer Wehr zu einem Zimmerbrand zur Unterkunft gerufen. Vor Ort schlugen die Flammen bereits meterhoch. Andere Bewohner hatten bereits mit mehreren Feuerlöschern vergeblich versucht, das Feuer zu löschen. Doch erst der professionelle Einsatz der Kameraden brachte den nötigen Erfolg. Um sicher zu gehen, dass sich keine Glutnester gebildet haben, wurde mit der Wärmebildkamera die Brandstelle untersucht, bevor der Leitstelle gemeldet werden konnte, dass das Feuer aus ist. „Da der gesamte Trakt stark verraucht war, haben wir eine Gasmessung durchgeführt. Danach ist der Kohlenmonoxidgehalt zu hoch und daher der Trakt vorerst unbewohnbar“, so Einsatz- und Wehrleiter Bernd Schröder.

200 Asylbewerber in der Unterkunft

In der Unterkunft leben nach Angaben vor Ort bis zu 200 Asylbewerber unterschiedlichster Nationalitäten, gestern sollten noch 13 weitere dort einziehen. Der mutmaßliche Brandstifter, ein 46-jähriger Ägypter, hat den Brand nach SVZ-Informationen vor Ort, offenbar vorsätzlich gelegt. Seine wichtigsten persönlichen Sachen, darunter wichtige Medikamente, hatte der Mann bereits in einem entfernteren Flur abgelegt, bevor er das Feuer legte.  Aufgefallen ist der Mann der Polizei bereits seit einigen Wochen und nach deren Informationen will der Ägypter nicht in MV, sondern in Hamburg oder einer anderen Stadt untergebracht werden. Auch soll sein Verfahren mehrere Jahre andauern. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Gestern Nachmittag gab die Kreisverwaltung Entwarnung. Nachdem eine Spezialfirma aus Schwerin Schadstoffmessungen durchgeführt hatte, konnten die 40 Bewohner im betroffenen Trakt in die Unterkunft zurückkehren.  Das ausgebrannte Zimmer soll Montag saniert werden, so Kreissprecher Andreas Bonin.

Verdächtiger in der Psychiatrie

Der Bewohner des Asylbewerberheims, der im Verdacht steht, das Feuer verursacht zu haben, wurde am Nachmittag einer Amtsärztin vorgestellt und anschließend auf deren Weisung in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Der Verdächtige schweigt weiterhin zu den Vorwürfen, informierte die Polizei.

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erstellt am 20.Nov.2014 | 09:17 Uhr

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