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Parchimer Zeitung

04. Dezember 2016 | 00:53 Uhr

Mestlin : Ansturm auf Kunst im Hinterland

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Kulturhaus Mestlin war für drei Tage ein Marktplatz für Kunst, Mode, Handwerk und Designen / Fünfte Auflage fand viel Interesse

Das hätten wir nicht erwartet, dass so viele Leute ins ,Hinterland’ kommen“, war Familie Schröder aus Lübeck schon bei der Ankunft auf dem bis auf den letzten Platz besetzten Parkplatz vor dem Kulturhausgiganten im beschaulichen Dorf Mestlin überrascht. Von Bekannten aus Mecklenburg hatten sie davon gehört, dass es sich lohnt, mitten im grauen November nach Mestlin zu fahren. „Hier sollen sich namhafte Künstler und Kunsthandwerker treffen, auf die wir neugierig sind“, sagen Schröders und machen sich auf ins alte Haus. Da drängen sich schon am Samstag die Besucher. Für viele beginnt der Rundgang quasi zum „Warm laufen“ im großen Saal im Erdgeschoss. Dort hat sich Reinhard Zabka, der sonst als Richard von Gigantikow das „Lügenmuseum“ in Radebeul leitet, für drei Tage als „Hauskünstler 2016“ eingerichtet. Die Besucher staunen, rätseln und amüsieren sich köstlich. Es ist ganz nach dem Geschmack eines Herrn von Gigantikow, auf den das einst pompöse DDR-Dorfkulturhaus  wie zugeschnitten scheint.

Danach verteilt sich die Besucher auf zwei Etagen. 30 Anbieter von  Kunst, Mode, Handwerk und Designen teilen sich die sehr unterschiedlichen Räumlichkeiten auf dem Hinterland-Marktplatz. Für etwa die Hälfte der Akteure ist es ein Heimspiel. So wie beispielsweise der Korbmachermeister Ralf Eggert aus Woserin, die Töpferin Ute Dreist aus Techentin, die Schmuck- und Möbeldesignerinnen Gabriele Lehsten und Ulrike Steinhöfel aus Rothen, der Maler, Keramiker, der Bildhauer Wolfgang de Vries aus Neu Poserin, der  Möbeldesigner Wolf Schröter aus Rothener Mühle und  der Keramiker Jens-Peter Planke aus Lenzen arbeiten und leben sie in der Nachbarschaft. Für sie und alle anderen Aussteller ist dies bereits zum fünften Mal in Folge eine willkommene Möglichkeit, um sich mit der ganzen Vielfalt beim Publikum zu empfehlen. Für den Erfolg spricht, dass die magische 10 000-Besucher-Grenze längst überschritten wurde.

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erstellt am 13.Nov.2016 | 18:00 Uhr

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