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Parchimer Zeitung

04. Dezember 2016 | 19:25 Uhr

Engagement trägt Früchte : Altes Pfarrhaus ist nun ihr ganzer Stolz

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Umbau in ein Mehrfunktionenhaus fast abgeschlossen

Für Marita und Helmut Rossow ist es ein ganz besonderes Gefühl. „In diesem Raum haben wir schließlich geheiratet. Dass der nun wieder so schön geworden ist, freut uns sehr“, sind sich die beiden Ziegendorfer einig. Und dabei sah es vor einigen Monaten im Erdgeschoss des alten Pfarrhauses keineswegs feierlich aus. Der Zahn der Zeit hatte dem fast hundert Jahre alten Haus vis-a-vis der Ziegendorfer Kirche tüchtig zugesetzt. Damit wollten sich auch Bettina Degel und Edith Geisser, die vor gut drei Jahren für die Kirchgemeinde als Mitarbeiterinnen auf Zeit tätig waren, nicht abfinden. Ihre Bemühungen und Ideen , das Pfarrhaus vor dem Verfall zu retten und ihm wieder Leben einzuhauchen, fiel im Dorf auf fruchtbaren Boden. Doch es gab handfeste Bedenken, ob sich das trotz leerer Kirchen- und Gemeindekassen überhaupt lösen lässt.

Drei Jahre später hat sich das Blatt komplett gewendet. Das „alte“ Pfarrhaus ist schon auf den ersten Blick ein Schmuckstück. Außenfassade und Pfarrgarten wurden stilvoll saniert. Im Dorf macht der Spruch „Das Wunder von Ziegendorf“ die Runde. Dabei haben bislang erst wenige mit eigenen Augen gesehen, was sich im Innern getan hat. Als vor wenigen Tagen in der hellen Winterkirche nach langer Pause wieder ein Gottesdienst stattfand, staunten die Teilnehmer nicht schlecht. In den Räumlichkeiten nebenan gibt es nun eine voll ausgestattete Küche, moderne Sanitäranlagen und ein „Innovationszimmer“. Eine hölzerne Treppe führt ins Obergeschoss, die nun eine kleine Wohnung beherbergt. Das Pfarrhaus verfügt über eine moderne Heizung. Ein Treppenlift am Eingang steht für „behindertenfreundlich“.

„Alles ist fast fertig und die Rechnungen beim Fördermittelgeber eingereicht“, sagt Petra Mannfeld, die sich nicht nur als Bürgermeisterin, sondern vor allem als Vorstandsmitglied des Vereins „Neues Landleben“ mit ihren Mitstreitern riesig freut. So wie die Rossows haben die Ziegendorfer in den zurückliegenden Wochen tüchtig selbst angepackt, um den Garten neu zu gestalten, alte Tapeten abzureißen oder Müll zu beseitigen. „Es war mitunter anstrengend, hat Spaß und Mut gemacht. Ziegendorf soll ein lebendiges und schönes Dorf bleiben, in dem sich Alt und Jung wohlfühlen“, meint Marita Rossow, die sich im Verein um Förderanträge und die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Ideen für ein lebendiges Pfarrhaus gibt es viele. Eine Bibliothek, Computerkurse und Vereinsveranstaltungen gehören dazu. Am 28. April 2017 wird die Eröffnung gefeiert.  

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erstellt am 24.Nov.2016 | 20:00 Uhr

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