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Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 17:39 Uhr

Glaisin : „Zu kleines Dorf an großer Stadt“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auf Glaisiner Einwohnerversammlung wird erneut Zusammenarbeit mit der Stadt kritisiert. Bauarbeiten im Jugendclub geplant

Ist der Gehweg an der Straße Zum Schnellberg ausgebessert worden oder nicht? In der Einwohnerversammlung am Montagabend hatten Bürger zum wiederholten Mal von abgesackten Pflastersteinen und Stolperstellen berichtet, die besonders Rollstuhlfahrern und Passanten mit Gehhilfen das Leben schwermachen. Bürgermeister Reinhard Mach zitierte dagegen aus einer ihm vorliegenden Notiz, dass der Weg repariert worden sei. Doch das ist nicht der Fall. Allerdings hatte es in einer anderen Straße Reparaturarbeiten gegeben. Möglicherweise ein weiterer Fall mangelhafter Kommunikation, wie sie schon auf der überaus hitzigen Einwohnerversammlung im vergangenen Jahr kritisiert worden war. Viel hat sich zumindest aus Sicht des Glaisiner Ortsteilvorstehers Holger Friel daran nicht geändert. „In der Zusammenarbeit zwischen Ortsteil und Stadt funktionieren viele Abläufe noch nicht reibungslos“, sagte er während der Versammlung. „Manchmal fühlen wir uns wie das zu kleine Dorf an der großen Stadt.“ Damit knüpfte Holger Friel an die Kritik an, die Hornkatens Ortsteilvorsteherin Gaby Schilling vor Wochenfrist geäußert hatte. Sie hatte die fehlende Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung moniert und erklärt, dass sie sich in ihrer Arbeit häufig übergangen und in Entscheidungen nicht einbezogen fühle. Wöchentlich ins Rathaus zu gehen, um alle Informationen zu bekommen, ist für Holger Friel keine Option. „Wir hätten ein paar Vorschläge, wie wir es besser hinbekommen könnten“, sagte der Glaisiner. Aber eine schon nach den 2015er-Versammlungen angeregte Zusammenkunft zwischen Ortsteilen, Stadtvertretern und Verwaltung sei bisher nicht zustande gekommen. Bürgermeister Reinhard Mach entgegnete, dass Zusammenarbeit eine „gegenseitige Geschichte“ sei. Möglicherweise kommt es nun zu einem klärenden Gespräch, denn auch Helmut Schapper (CDU), Präsident der Ludwigsluster Stadtvertretung, war in Glaisin dabei. Und schon in Hornkaten hatte er betont, dass man an der Zusammenarbeit mit den Ortsteilvorstehern arbeiten und die Kommunikation verbessern müsse.

Verbessert werden sollen auch die Bedingungen im Glaisiner Jugendclub. „Wir wollen ihn verstärkt zu einem Haus für alle Vereine und Altersgruppen machen“, erklärte Holger Friel. Schon jetzt würden nicht nur Jugendliche die Räumlichkeiten nutzen, sondern auch junge Muttis mit ihren Babys oder der Landfrauenchor. Kurzfristig solle die Küche auf Vordermann gebracht werden – mit relativ viel Eigeninitiative von Glaisinern. Nur das Material solle bereitgestellt werden. Perspektivisch soll auch der Platz vor dem Jugendclub umgestaltet werden, um den Zugang, die Park- und Wendemöglichkeiten zu verbessern.

In diesem Zusammenhang verwies Holger Friel noch einmal auf die Idee, über die vielen aktiven Vereine und Interessengruppen in Glaisin eine Art Dachverein zu stülpen. „Wir müssen die Kräfte bündeln“, sagte der Ortsteilvorsteher. „Aber natürlich werden wir niemanden dazu zwingen.“ 

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erstellt am 16.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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