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Ludwigsluster Tageblatt

04. Dezember 2016 | 02:59 Uhr

Hornkaten : Was Hornkaten bewegt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ortsteilvorsteherin Gaby Schilling verkündet Ende ihrer Tätigkeit / Stadtvertretung will die Zusammenarbeit mit den Ortsteilen verbessern

Die erste der sechs Ludwigsluster Einwohnerversammlungen fand in Hornkaten statt. 20 Einwohner des Ortsteils der Lindenstadt trafen sich am Montagabend im Feuerwehrhaus, um mit Bürgermeister Reinhard Mach ins Gespräch zu kommen. Und dabei kamen nicht nur positive Themen auf den Tisch.

Gleich zu Beginn der Versammlung verkündete Ortsteilvorsteherin Gaby Schilling, dass sie für die nächste Wahl nicht mehr zu Verfügung stehe. „Seit einiger Zeit bin ich mit meiner Position unzufrieden. Mir ist unser Ort zwar nicht vollkommen egal, aber ich habe nicht das Gefühl, hier als Ortsvorsteherin wirklich etwas bewirken oder mitgestalten zu können.“ Die gebürtige Freiburgerin kritisiert vor allem die fehlende Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung, außerdem fühle sie sich in ihrer Arbeit häufig übergangen. „Ich habe viel Zeit investiert, aber ich wurde nie richtig in Entscheidungen einbezogen oder über viele Angelegenheiten auch einfach nicht informiert“, erklärt Gaby Schilling. Für Helmut Schapper, Präsident der Stadtvertretung, war diese Ankündigung eine Überraschung. „Das sollte ein Signal sein für uns Stadtvertreter. Wir müssen an der Zusammenarbeit mit den Ortsteilvorstehern arbeiten und vor allem die Kommunikation zueinander verbessern. Die Ludwigsluster Ortsteile sind uns natürlich nicht egal.“ Bürgermeister Reinhard Mach will sich bei den kommenden Versammlungen die Meinungen der anderen Ortsteilvorsteher einholen und das Problem bei der nächsten Stadtvertretersitzung mit allen Beteiligten besprechen. Wer als Nachfolger für Gaby Schilling in Frage kommt, ist noch nicht geklärt.

Wenigstens beim Thema Windkraft konnte der Bürgermeister die Einwohner etwas beruhigen. „Solange Karstädt hinsichtlich der Windanlagen nicht aktiv wird, werden wir es auch nicht“, stellt Reinhard Mach klar. Karstädt hat seine städtebaulichen Verträge bisher nicht stark vorangetrieben. Außerdem sei man sich in der Stadtvertretung einig, dass man in der Nähe denkmalgeschützter Gebäude und Anlagen keine Windräder will. Ein denkmalfachliches Gutachten steht derzeit noch aus.

Aber auch leichtere Themen konnten beim Zusammentreffen mit dem Bürgermeister besprochen werden. Die Pflege der Radwege beschäftigt viele Hornkatener. Aufgrund von starkem Grasbewuchs sei das Begehen und Befahren teilweise sehr schwer, Fahrräder könnten nebeneinander kaum noch fahren. Die Zuständigkeiten für die Pflege sind jedoch eindeutig. „Innerhalb einer Ortschaft ist die Stadt verantwortlich, außerhalb der Kreis. Aber wir werden prüfen, wer sich um den Radweg zwischen Hornkaten und Techentin kümmern muss, damit dieser für alle Bürger befahrbar bleibt“, sagt Reinhard Mach. Außerdem laufe derzeit eine Ausschreibung der Stadt für die Anschaffung einer neuen Maschine, die dann auch die Reinigung der Wege in Hornkaten schneller vornehmen könnte.

Auch die fehlende bzw. defekte Straßenbeleuchtung im Ortsteil Hornkaten wurde angesprochen. Besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit stellt die fehlende Beleuchtung eine Gefahr für die Schulkinder, aber auch für andere Einwohner, dar. Reinhard Mach ließ alle Anfragen des Abends notieren und an die Stadtverwaltung weiterleiten.

Die nächste Einwohnerversammlung findet heute Abend ab 19 Uhr im Techentiner Feuerwehrhaus statt.

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