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Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 00:08 Uhr

Ludwigslust : Wartezeit für Tannenbäume

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

15 Meter hohes Schmuckstück hat Platz auf Alexandrinenplatz erhalten / Mehr Angebote als benötigt

Gerade noch hat der große Baum vor einem Wohnhaus in Kummer gestanden. Jetzt schwebt er neben der Reitenden Alexandrine im Herzen Ludwigslusts nieder, sicher bugsiert am Ausleger eines Autokranes. Zuvor haben Männer des Bauhofes am gestrigen Montag den Deckel von der einen Meter tiefen Hülse abgeschraubt, die in das Rondell neben dem Reiterdenkmal eingelassen ist. Jetzt ist Millimeterarbeit gefragt. Jahrelange Routine macht sich bezahlt. Schon nach kurzer Zeit ist der Baum an seinem Platz, fest verkeilt.

Die Lindenstädter haben keine Sorgen mit dem jährlichen Baumschmuck. Angebote gibt es genug. Nicht selten müssen Spender bis in das nächste Jahr warten. Sogar aus Rastow gab es in diesem Jahr Angebote für Ludwigslust. Allerdings nimmt die Stadt in erster Linie Bäume aus der Umgebung. Wegen der Transportkosten, die möglichst gering gehalten werden sollen.

Und auch alles andere muss stimmen. „Die Größe und Stärke des Baumes müssen passen, er darf nicht zu verloren wirken, aber auch nicht zu groß sein“, sagt Karl August Ihde, der mit der Stadtforstverwaltung betraut ist. Der größte Baum steht auf dem Alexandrinenplatz, ein kleinerer Bruder vor dem Rathaus und ein dritter, noch kleinerer, im Lichthof. Und sollte es mal eng werden mit den jährlichen Spenden, dann findet sich auch in der Stadtforst noch dieser oder jener Weihnachtsbaumkandidat.

In Hagenow ist die Situation ähnlich wie in Ludwigslust. Auch hier müssen Baumbesitzer auf das kommende Jahr vertröstet werden, weil  das Angebot höher ist als die Nachfrage. Einen Tag nach Ludwigslust wird heute auch bei den Hagenower Nachbarn der Weihnachtsbaum aufgestellt. Er kommt diesmal aus dem Ortsteil Viez.

Nur wenige Kilometer entfernt, in der Landeshauptstadt Schwerin, herrscht dagegen alle Jahre wieder Weihnachtsbaum-Mangel. Die Weihnachtsmarkt GmbH muss ihren Radius mitunter auf mehr als 100 Kilometer erweitern, weil in der Nähe keine geeigneten „Bewerber“ dabei sind. Bis in die Lüneburger Region mussten die Organisatoren in diesem Jahr fahren, um das 18 Meter große Prachtstück zu holen, das seit gestern den Stern des Nordens schmückt.

„Wir bekommen immer viele Angebote von Privatleuten“, sagt Dana Wendt vom Weihnachtsmarkt-Team in Schwerin. Aber der Baum müsse spezielle Kriterien erfüllen: Die richtige Größe, ein schöner Wuchs, keine pieksenden Nadeln... Und „die Sorte muss stimmen“. So dürfe es zum Beispiel keine Stechtanne sein. Zwölf „Anbieter“ haben sie in diesem Jahr abgeklappert, Angebote gab es weitaus mehr. Viele scheiden aber schon im Auswahlverfahren am Telefon aus, oft scheitert es auch an der schlechten Zufahrt zum Grundstück.

Damit die Schweriner im kommenden Jahr leichter an einen Baum kommen, dürfen sich gern auch Leute aus der Ludwigsluster Region  oder dem Schweriner Umland bei Dana Wendt melden.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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