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Ludwigsluster Tageblatt

26. September 2016 | 12:23 Uhr

Barracuda Beach vor dem Aus? : Sturm am Strand des Neustädter Sees

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Betreiber des Barracuda Beach wollen von der Stadt Neustadt-Glewe einen langfristigen Vertrag

Bald Land unter am Barracuda Beach am Neustädter See? Die CDU-Fraktion der Stadtvertretung befürchtet dies. Im Klartext: Der Betreiber überlegt ernsthaft, sich zurückzuziehen und hat eine Frist bis 30. September gesetzt. Die Christdemokraten in der Lewitzstadt haben auf Facebook darauf aufmerksam gemacht. Für sie ist die Angelegenheit von besonderer Wichtigkeit. „Wenn es zur Kündigung des Pachtvertrages kommt, müsste die Stadt die Weiterbewirtschaftung der Badeanstalt ab 2017 übernehmen. Auch für bereits erfolgte Investitionen des Pächters müsste die Stadt zahlen. Diese Ausgaben fehlen dann an anderer Stelle im städtischen Haushalt. Wenn der Campingplatz nicht mehr betrieben wird, bleiben auch Touristen und somit Einnahmen für die Gewerbetreibenden in der Stadt aus. Dies versuchen wir nun in letzter Minute zu verhindern“, heißt es auf der Facebookseite der CDU.

Bisher halten alle Beteiligten Details unter der Decke. Henry Leitmann, der gemeinsam mit Michael Brandt den Barracuda Beach betreibt, möchte öffentlich nichts sagen, bestätigt aber die Frist 30. September und, dass es Gespräche mit der Stadt gäbe. Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow verweist darauf, dass es sich um einen privatrechtlichen Vertrag handele, der in der Öffentlichkeit nichts zu suchen habe. Fakt ist, dass es am 26.September eine nichtöffentliche Sitzung der Stadtvertretung zu dem Thema geben wird. Hintergrund: Bereits seit Anfang 2014 wird laut Neustädter CDU nach einer langfristigen Pachtlösung für den Campingplatz und die Badeanstalt gesucht. Die Stadtvertretung habe im Mai 2014 dazu einen einstimmigen Beschluss gefasst. Nur durch eine solche langfristige Pachtlösung könnten notwendige Investitionen durch den Pächter vorgenommen werden, heißt es bei den Christdemokraten. Sie werfen Bürgermeisterin Doreen Radelow vor, bis heute keine tragfähige Lösung vorgelegt zu haben.

Michael Brandt und Henry Leitmann haben bereits im April 2012 den Strand am Neustädter See übernommen. Seitdem hat sich der Beliebtheitsgrad der Location immer weiter gesteigert. Ein vorläufiger Höhepunkt folgte dann im vergangenen Jahr: Der Barracuda Beach wurde von den Hörern des privaten Hörfunksenders Ostseewelle Hit-Radio Mecklenburg-Vorpommern zum beliebtesten Freibad 2015 gewählt. Rund 10   000 Hörer hatten an zwei Tagen abgestimmt, die meisten (40 Prozent) für das Neustädter Bad.

Nun steht das Erfolgskonzept auf der Kippe. Die Neustädter Stadtvertretung hat das Problem an sich gezogen. Sie soll nun eine Lösung finden.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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