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Ludwigsluster Tageblatt

03. Dezember 2016 | 10:39 Uhr

Hagenow Heide : Schranke soll Vollsperrung durchsetzen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

L 04 in Hagenow Heide: Dreisten Autofahrern soll mit neuer Anlage die Durchfahrt nach und von Kuhstorf verwehrt werden.

Jetzt soll eine Schranke die Vollsperrung der Landesstraße 04 in Hagenow Heide am Ortsausgang nach Kuhstorf durchsetzen. Die Anlage ist montiert, das baubegleitende Ingenieurbüro Möller übergab am Dienstag die Schlüssel zum Öffnen der Schranken an Einsatzkräfte, Verantwortliche und Anlieger.

„Die Schranke ist mit einem Schloss versehen, so dass auch nur die Berechtigten hier durch kommen“, sagte Thomas Behnke vom Ingenieurbüro am Dienstagvormittag im SVZ-Gespräch.

Der Bauherr, das Land, hat sich für diese Maßnahme entschieden, weil seit Baubeginn im Vorfeld immer wieder von Unbekannten erfolgreich die Sperranlagen beiseite geschoben bzw. beschädigt wurden, um sich dort die Durchfahrt nach und von Kuhstorf zu verschaffen.

Für Heiko Wolff von der Geschäftsführung der Baufirma Westa- Straßen- und Tiefbau GmbH, die die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Hagenow Heide ausführt, sei es bereits der dritte Versuch, die Vollsperrung durchzusetzen. Da gab es die Verbotsschilder, die missachtet worden seien, es gab Poller, die beschädigt und beiseite geschafft wurden, und jetzt die Schranke. Die Kosten seien dabei nach seinen Worten bisher in die Tausende Euro gegangen. Er hoffe nun, dass sich alle an die Maßgabe der Vollsperrung halten werden. Das Schweriner Straßenbauamt habe in der Vergangenheit über die Stadt Hagenow beispielsweise Beschwerden von Anliegern des Heideweges erhalten, die sich über einen zu regen Umleitungsverkehr beschwerten, der nichts mehr mit dem innerörtlichen Umleitungsverkehr zu tun habe. „Wir wollen letztendlich mit der Schranke das Durchfahrtverbot durchsetzen, nachdem die anderen Sperrmaßnahmen nicht in dem Maße funktioniert haben, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte Cornelia Theiß vom Straßenbauamt Schwerin.

Auch für Kreissprecher Andreas Bonin und Marco Pries von der kreislichen Straßenverkehrsbehörde sei die neuerliche Sperrmaßnahme erforderlich, damit nur die Berechtigten die Straße passieren können.

Kritisch sieht Christian Dehns, er hat als Anlieger einen Schlüssel erhalten, die gesamte Situation. „Unsere Belange als Firma sind gewahrt. Als Steuerzahler stellt sich mir allerdings die Frage, was das alles soll? Warum wurde der Bau einer Behelfsstraße überhaupt nicht geprüft? Ich kann die Leute aus Kuhstorf, Bresegard, Picher verstehen, die zum Zug nach Hagenow Land möchten, dass sie keine kilometerlangen Umwege fahren wollen“, sagte er und prognostiziert der neuen Schranke nur eine kurze Lebensdauer.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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