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Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Ludwigslust : Schnelles Internet: Jetzt ist es da

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Seit Montag können mehr als 6000 Haushalte und Betriebe in Ludwigslust Breitbandinternet buchen.

Gas geben im Internet: Seit gestern können mehr als 6000 Haushalte und Betriebe in Ludwigslust mit Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s durch das World Wide Web surfen. Die Deutsche Telekom hatte seit April das hiesige Netz für schnelles Internet ausgebaut. „Ab sofort können die schnellen Internetanschlüsse gebucht werden“, erklärte Arndt Griese, Regiomanager der Telekom im Landkreis. Und das nicht nur bei der Telekom selbst. „Jeder Kunde kann seinen Anbieter frei wählen.“

Wer künftig schnelles Internet nutzen möchte, muss jedoch selbst aktiv werden und einen entsprechenden Tarif buchen. „Und selbst diejenigen, die bereits einen Tarif mit großer Bandbreite haben, müssen sich melden, damit ihre Anschlüsse auf das Glasfaserkabel umgeschaltet werden können“, sagte Torsten Freiberg vom Infrastrukturvertrieb Region Ost der Telekom. Zu Hause müssen die Kunden zumeist nichts ändern. „Die vorhandenen Router sollten in der Regel vectoringfähig sein“, so Freiberg. Allenfalls bei ganz alten Geräten könnte es kritisch werden.

Die Telekom hat in den vergangenen sechs Monaten im Ausbaugebiet Ludwigslust (Vorwahlbereich 03874) 23 Kilometer Glasfaserkabel zwischen der Vermittlungsstelle und den einzelnen Verteilerkästen verlegt. Zwischen Verteilerkästen und Häusern sind allerdings die alten Kupferkabel geblieben. Außerdem wurden 34 Verteilerkästen mit Stromanschluss und Vectoringtechnik ausgerüstet. Die Vectoringtechnik sorgt dafür, dass die Störsignale auf der Kupferleitung deutlich reduziert werden. „Damit sind jetzt bis zu 100 Mbit/s möglich, im kommenden Jahr sogar bis zu 250 Mbit/s“, erklärte Torsten Freiberg. Der Telekom-Mann lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigslust und den Stadtwerken Ludwigslust-Grabow bei diesem Projekt.

Der eigenwirtschaftliche Ausbau der Telekom – also ohne Fördermittel – erfolgte jetzt im Stadtgebiet Ludwigslust, in den Ortsteilen Niendorf und Weselsdorf und in Groß Laasch. Die Gewerbegebiete sowie die Ortsteile Hornkaten, Glaisin und Kummer waren dagegen außen vor geblieben. Für diese ist ein geförderter Ausbau mit Zuschüssen aus dem Dobrindt-Fördertopf geplant.

Bürgermeister Reinhard Mach nahm die Nachricht von der Inbetriebnahme des schnellen Internets in Ludwigslust erfreut – wenn auch mit kleiner Trübung – auf: „Wir sind bei der Versorgung mit schnellem Internet einen wichtigen Schritt vorangekommen. Ich würde mich aber unendlich mehr freuen, wenn wir sagen könnten, dass wirklich jeder im Stadtgebiet die maximale Bandbreite nutzen kann.“ Das wird nicht der Fall sein, weil die bei Kupferleitungen auftretenden Störungen dafür sorgen werden, dass die zur Verfügung stehende Bandbreite mit zunehmender Entfernung vom Verteilerkasten immer geringer wird. Abhilfe hätte Glasfaser bis in jedes Haus schaffen können. Doch dann wäre der Ausbau für die Telekom wirtschaftlich kaum darstellbar gewesen und hätte zudem deutlich länger gedauert, so Torsten Freiberg.

Nach wie vielen Metern noch welche Übertragungsgeschwindigkeit möglich ist, kann nicht pauschal gesagt werden, weil das auch von der Qualität des Kupferkabels abhängt. „Wo welche Bandbreite verfügbar ist, wissen die Kollegen in den Telekom-Shops“, betonte Torsten Freiberg.

 

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erstellt am 14.Nov.2016 | 12:51 Uhr

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