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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2016 | 03:17 Uhr

Ludwigslust : Sanierungsbeginn nicht vor 2019

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Goldener Saal des Ludwigsluster Schlosses erhält Mittel zur Restaurierung. Bund und Land beteiligen sich zu gleichen Teilen

1,4 Millionen Euro hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für die Sanierung des Goldenen Saales im Schloss Ludwigslust freigegeben (SVZ berichtete). „Nach den üblichen Planungsabläufen ist allerdings aus derzeitiger Sicht mit einem Baubeginn frühestens im Jahr 2019 zu rechnen“, sagt Heinz-Gerd Hufen, Geschäftsführer des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes (BBL MV).

Dennoch sind die Mittel hochwillkommen. Die zusätzliche Finanzspritze aus Berlin ist etwa die Hälfte der Mittel, die für die Baumaßnahme nötig sind. Besonders zufrieden zeigt sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge. Er hatte sich zuvor bei mehreren Besuchen im Schloss Ludwigslust von den bisher erfolgreich durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen überzeugt und noch anstehende Baustellen besichtigt. Schon damals hatte Junge versichert, er werde sich um Fördermittel für dieses herausragende Baudenkmal bemühen. „Aufgrund der Größenordnung der notwendigen Mittel waren die Verhandlungen nicht einfach“, so Junge. „Die Zusage der Fördermittel werte ich daher als einen großen Erfolg für das Projekt, über den ich mich sehr freue!“

Zu einer großen Beratungsrunde im Mai dieses Jahres mit Schlossleiter Peter Krohn, Stefan Wenzl vom Schweriner Finanzministerium, dem damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Detlef Müller und seinem Nachfolger Dirk Friedriszik holte Frank Junge auch seinen Kollegen Johannes Kahrs dazu, der Chefhaushälter der SPD-Bundestagsfraktion ist. Im Mittelpunkt stand die Sanierung des Goldenen Saales. „Er ist für das Schloss von zentraler Bedeutung und seine Restaurierung wird als kostspielig und langwierig angesehen“, so Frank Junge.

Laut Darstellung des Finanzministeriums glänzt der Goldene Saal durch eine aufwändige Gestaltung in filigranem Dekor mit hohem Maß an Vergoldungen, zwölf bis zur Decke reichenden korinthischen Kolossalsäulen, mit einer dreiseitig umlaufenden Galerie in der zweiten Etage, mit reich verzierten Spiegeln, kostbaren Kristalllüstern und wertvollem Marketerieparkett.

Bisher konnten nur die notwendigsten Arbeiten verrichtet werden, damit der Saal weiter nutzbar bleibt (SVZ berichtete). Für die weiteren Baumaßnahmen einschließlich Voruntersuchungen und Planungen sind rund dreieinhalb Jahre veranschlagt.

100 000 Euro sollen schon 2017 fließen

Das Land kofinanziert die Baumaßnahme in der gleichen Höhe wie der Bund. 100 000 Euro sollen bereits im kommenden Jahr fließen.

Geplant sei, so Heinz-Gerd Hufen, die Restaurierung des Goldenen Saales in den Landeshaushalt 2018/19 aufzunehmen. „Sofern dies geschieht, kann der BBL MV bereits mit den Planungen einer solchen beabsichtigten Baumaßnahme beauftragt werden, die dann schon im nächsten Jahr beginnen könnte“, so der Geschäftsführer. Wenn danach dann der Landtag voraussichtlich Ende 2017 den Haushalt beschließe, würden damit im Jahr 2018 die entsprechenden Haushaltsmittel für eine solche Baumaßnahme zur Verfügung stehen.

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erstellt am 30.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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