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Ludwigsluster Tageblatt

07. Dezember 2016 | 23:10 Uhr

Ludwigslust : Rotkäppchen trifft Cleopatra

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die 33. Elternsinge in der Ludwigsluster Stadthalle begeisterte die Gäste mit einem Feuerwerk aus Musik, Schauspiel und Humor.

Um große und kleine Erfindungen drehte sich in diesem Jahr das Bühnenprogramm der 33. Elternsinge. Am Sonnabend begeisterten die Rehkids und das Liedtheater „Live“ die Gäste in der Ludwigsluster Stadthalle mit viel Humor, Liedern, die ins Ohr gingen, und selbst genähten Kostümen.

Die Elternsinge, die bereits seit vielen Jahren traditionell in der Vorweihnachtszeit stattfindet, wurde durch den Nachwuchs eröffnet. Die „Rehkids“ erfinden in ihrem Bühnenstück eher zufällig ein Wunderwasser, das das Leben der Zwillinge Mia und Pia schlagartig einfacher macht. Denn wen die Zwillinge mit ihrem Zaubermittel einsprühen, verändert sich in das Gegenteil. So können der Wolf und der Jäger plötzlich richtig gute Witze erzählen, und die 80-jährige Oma der Zwillinge kann wieder tanzen wie in jungen Jahren.

„Ganz leicht kommt da ,Rotkäppchen’ durch“, gesteht Eva-Maria Naujoks, musikalische Leiterin der Elternsinge. Gemeinsam mit den Schülern der Lenné-Schule und des Goethe-Gymnasiums entstand das Konzept für das diesjährige Bühnenprogramm. „Die Kinder haben immer viele Ideen und bringen sich toll ein. Und gemeinsam entsteht dann ein buntes Programm aus Musik und Schauspiel, das den Zuschauern hoffentlich gefällt“, so Eva-Maria Naujoks weiter. Und dass die Erfindung des Wunderwassers eine gute Idee war, bestätigten die Gäste der Elternsinge mit tosendem Applaus.

Nach dem Auftritt der „Rehkids“ konnten sich die Gäste für den zweiten Teil des Abends am Büfett stärken. Und während die Zuschauer sich die warmen und kalten Speisen schmecken ließen, fanden auf der Bühne die letzten Umbauarbeiten und Proben statt. „In diesem Jahr haben wir viel Wert auf die Lichteffekte gelegt und die Dekoration eher minimalistisch gehalten“, erklärt Eva-Maria Naujoks.

Der zweite Teil des Abends entführte die Gäste in die Antike und mitten hinein in das Leben von Cleopatra (Katherina Willert) und Cäsar (Rafael Klein). Quasi mittendrin landet hier auch der Erfinder Sir Mountbatton (Max Willert), der sich mit seinem selbst gebauten Zeit-Telegrafen in das Jahr 48 vor Christus befördert. Mit seiner forschen Art und der ungewöhnlichen Kleidung eckt der Erfinder aus der Neuzeit bei dem missmutigen Cholericus Corruptus (Thomas Willert) an, begeistert jedoch mit seinem Aussehen die ägyptische Königin Cleopatra. Diese will ihn vom Fleck weg heiraten und verstört den Erfinder mit ihrer stürmischen Art. Denn eigentlich soll die junge Königin den römischen Staatsmann Cäsar heiraten, zumindest wenn es nach ihrer eitlen Mutter Queen Mumie (Mandy Balmer) geht. Doch Cäsar hat ein großes Problem – er stottert und zieht somit den Spott der Königin und ihrer Hofdame Mimosé (Julia Kuntoff) auf sich. Zum Glück kann der Erfinder dem jungen Römer einige Flirttipps aus der heutigen Zeit beibringen und somit sein Selbstbewusstsein aufbauen. Letztlich nimmt Cleopatra den Heiratsantrag von Cäsar an, und der Erfinder kann mit neuen Erfahrungen und Geschichten in sein altes Leben zurückkehren.

Mit tollen Liedern, Schauspielkunst und witzigen Sprüchen haben es die „Liver“ und die „Rehkids“ wieder einmal geschafft, den Gästen der 33. Elternsinge einen unvergesslichen und unterhaltsamen Abend zu bieten.

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erstellt am 20.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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