zur Navigation springen

Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 08:00 Uhr

Ludwigslust : Rettung aus Schloss per Drehleiter

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Große Einsatzübung der Feuerwehren des Städtedreiecks am Ludwigsluster Barockschloss mit 16 Fahrzeugen und 104 Einsatzkräften

Blitzeinschlag im Ludwigsluster Schloss, die Brandmeldeanlage hatte sofort Alarm ausgelöst. Zwei Brandherde im 3. Obergeschoss und im Erdgeschoss, Menschen befinden sich noch im Gebäude. Das ist das Szenario für die große Einsatzübung der Feuerwehren am Freitagabend. Es ist kurz nach 18 Uhr, die ersten Einsatzfahrzeuge rollen auf den Schlossplatz. Sebastian Meier, Wehrführer der Feuerwehr Ludwigslust und an diesem Abend der Einsatzleiter, bespricht sich mit Gruppenführern der Wehren, die in Minutenschnelle nach der Alarmierung um 18 Uhr eintreffen. „Wir mussten acht Personen und einen Wachschutzmann retten. Da muss jeder Handgriff sitzen, jede Gruppe und jeder Feuerwehrmann muss wissen, was er zu tun hat“, erläuterte Sebastian Meier im Anschluss an die Einsatzübung. Unterstützung gab es bei diesem Einsatz auch vom THW, das für Licht sorgte und mithalf, die aus dem Schloss geretteten Kunstschätze zu bergen und entsprechend sorgsam zu lagern. „Seit Jahren absolvieren wir solche Übungen schon mit dem THW, die Zusammenarbeit klappt gut.“ Überhaupt ist Einsatzleiter Sebastian Meier mit dem Ablauf zufrieden. 104 Einsatzkräfte waren vor Ort, 16 Fahrzeuge von den Ortswehren aus Ludwigslust, aus Grabow, Neustadt-Glewe und Wanzlitz. „Einmal im Jahr findet solch eine Großübung statt“, so der Einsatzleiter, der noch am gleichen Abend mit den Führungskräften eine Einzelauswertung vornahm. Das Ziel der Übung wurde erfüllt: Die noch im Schloss befindlichen Menschen wurden aus dem 2. Obergeschoss per Drehleiter gerettet, Kunstgegenstände aus dem Schloss, auch wenn es sich hier nur um Attrappen handelte, in Sicherheit gebracht. „Probleme bereitete uns das enge Treppenhaus und es sind auch noch einige weitere Dinge aufgetreten. Aber dazu machen wir solche Übungen ja, um dann im Ernstfall bestens vorbereitet zu sein“, ergänzt Sebastian Meier. „Hintergrund für diese Übung war das neugestaltete Museum, wir haben eine Woche vor der Eröffnung eine Begehung durchgeführt, um uns mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Neue Feuerwehreinsatzpläne sind entstanden, deshalb mussten wir das üben.“

Schlossleiter Peter Krohn, der alles genau beobachtete, begrüßt, dass es jetzt wieder eine Übung am Schloss gibt. „Die letzte große Einsatzübung dieser Art fand Mitte der 90-er Jahre statt. In den letzten Jahren wurde das Innere des Schlosses aufwendig saniert, hier sind Millionen geflossen. Für uns als Verwaltung und die BBL als Schlossbesitzer sind solche Übungen natürlich von großer Bedeutung. Denn es hat sich ja bei uns im Haus viel getan, der Sachstand hat sich verändert, von den Fahrstühlen bis hin zu den Treppen und zur Einrichtung der neugestalteten Museumsräume mit all den Schätzen.“

zur Startseite

von
erstellt am 03.Okt.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen