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Ludwigsluster Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:18 Uhr

Klein Laasch : Ölhavarie auf der Elde

vom

Drei Kilometer lange Verunreinigung zieht sich Richtung Neustadt-Glewe. 45 Feuerwehrleute sind vor Ort, um Ölsperren zu errichten.

Dienstagmittag wurde die Feuerwehr zur Brücke in Klein Laasch gerufen. Ölspur auf der Elde - so lautete der Einsatzbefehl. 45 Feuerwehrleute waren mit neun Fahrzeugen und zwei Booten vor Ort, um den Ölteppich einzugrenzen. Ursache und Herkunft der Verunreinigung sind bislang ungeklärt.

Christoph Tessmann, Feuerwehrmann aus Neustadt-Glewe, koordiniert als Zugführer den Einsatz auf der Müritz-Elde-Wasserstraße. „12.44 Uhr kam die Alarmierung. Ein Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg hatte den Ölfilm auf der Elde entdeckt“, so Christoph Tessmann. Nur Minuten später waren die Wehren aus Neustadt-Glewe und Groß Laasch vor Ort. Auch die Wehren aus Parchim und Matzlow-Garwitz wurden alarmiert, um eine Ölsperre zu errichten. „Die Feuerwehr Neustadt-Glewe hat keine Vorrichtung, um die Ausbreitung von Öl auf dem Wasser zu verhindern. Deshalb brauchen wir die Kameraden aus Parchim“, erklärt Reinhard Sturm, Amtswehrführer des Amtes Neustadt-Glewe.

Die Verunreinigung, ein Gemisch aus Diesel und Öl, zieht sich aufwärts der Elde über eine Länge von drei Kilometern Richtung Neustadt-Glewe. Die Einsatzkräfte verlegten zwei Ölsperren, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. „Ölsperren sind schlauchartige Gebinde aus Vlies, die das Öl am Weiterlaufen hindern und teilweise auch aufsaugen“, erklärt Christoph Tessmann. Zusätzlich wurden die Schleuse in Neustadt-Glewe und ein kleineres Stauwehr Richtung Grabow geschlossen.

Die Polizei ermittelt nun zur Ursache und Herkunft der Ölspur. „Erste Vermutungen, dass das Öl aus einem Betrieb in Neustadt-Glewe stammt, konnten die Beamten nicht bestätigen“, so Reinhard Sturm. Außerdem wurde eine Wasserprobe entnommen und der Wasserschutzpolizei übergeben, um das Gemisch genauer bestimmen zu können. Auch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) wurde über den Vorfall informiert und hat sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht. „Wir können nur die Ölsperren verlegen und müssen dann auch auf weitere Anweisungen vom Amt warten“, so Christoph Tessmann.

Um die Ölsperren zu kontrollieren und mögliche undichte Stellen schnell zu entdecken, fahren die Feuerwehrleute mit zwei Booten aus Parchim und Neustadt-Glewe immer wieder die Elde entlang. Gegen 15.30 Uhr entfernen sich die ersten Kameraden und Fahrzeuge vom Einsatzort. Doch kurze Zeit später muss noch eine dritte Ölsperre Richtung Grabow errichtet werden. „Plötzlich kam so viel neues Öl dazu, das hätten die vorhandenen Sperren nicht halten können“, erklärt Reinhard Sturm. Bis in die frühen Abendstunden sichern die Wehren aus Neustadt-Glewe und Matzlow-Garwitz die Ölspur auf der Müritz-Elde-Wasserstraße.

Am Mittwoch sollen die Sperren entfernt und über die mögliche Entsorgung der Verunreinigung entschieden werden. „Das übernimmt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg, in dessen Besitz sich die Elde befindet. Falls Hilfe bei der Entsorgung benötigt wird, stehen wir natürlich zur Verfügung. Außerdem müssen wir auch die Ölsperren reinigen, bevor diese wieder zurück nach Parchim können“, so Reinhard Sturm.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 17:40 Uhr

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