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Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 06:06 Uhr

Ludwigslust : Noch nie wollten so viele mitmischen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Jugendrat in Ludwigslust bringt sich seit 15 Jahren ein / Jetzt steht die Neuwahl an: Bisher hatte die Stadt zu tun, die Plätze zu besetzen, jetzt gibt es 25 Bewerber

Manchmal steht die Bürokratie ein bisschen im Weg. Doch Melanie, Joel und Dennis sind zufrieden mit dem, was sie zusammen mit anderen Jugendlichen in Ludwigslust erreicht haben. „Wenn man wirklich was schaffen will, kann man das hier auch“, sagt Dennis Ludwinski vom Jugendrat mit Blick auf den Rückhalt von der Stadt. Sieben Jahre mischt er jetzt mit in der Truppe. Doch nun ist Schluss für den 23-Jährigen. Mit der Neuwahl am kommenden Mittwoch muss er endgültig aus dem Gremium ausscheiden.

Vor 15 Jahren holt die Verwaltung die Jugend mit ins Boot. Um sie mit einzubeziehen in die Kommunalpolitik und um gemeinsam Angebote für junge Menschen zu gestalten, erklärt Olaf Schmidt, Jugendarbeiter im Rathaus. Und das habe gut geklappt. Als Beispiel nennt er das Burning Summer Festival, bei dem immer viele junge Akteure mitgewirkt haben. „Und es hat ausgestrahlt.“ Bis zu 800 Besucher lockte das Event an.

Skater-Park, Jugendwerkstatt, Jugendclub, Kino, Fußballplatz – „Eigentlich fehlt es Ludwigslust an nichts“, sagt Melanie Götz. Die 20-Jährige engagiert sich gerne. Ihr Spezialgebiet ist das Jugendforum. Sie trifft andere Jugendräte aus Mecklenburg-Vorpommern, tauscht sich aus und schaut, wie andere was machen.

Der Vorteil der Ludwigsluster? Über ihre Young-Style-Partys in der Stadthalle finden sie den Draht zur Jugend, schätzt Dennis Ludwinski. Bis zu acht Mal im Jahr zieht das Tanz-Event der Stadt und des Amtes Ludwigslust-Land etwa 200 Jugendliche ab elf Jahren aus dem Altkreis Ludwigslust an. Einige bewegt sie zu ehrenamtlichem Engagement. So wie Joel Knauf. Der 16-Jährige dachte sich vor vier Jahren, warum nicht einfach aktiv mitmachen? „Man engagiert sich für was Gutes und kann ein bisschen mitmischen in der Stadt“, sagt er.

Joel und Melanie gehören zu den sechs erfahrenen Kandidaten, die nochmal für drei Jahre antreten wollen. 25 Neulinge stellen sich zur Wahl. Ein Interesse, das Olaf Schmidt erstaunt hat. 20 Plätze sind zu besetzen, die „haben wir noch nie voll bekommen“ in den letzten 15 Jahren. Einmal sei es sogar brenzlich gewesen, so wenige Interessenten gab es. Aber „wir haben aus den Fehlern gelernt“, so der Jugendarbeiter. Viele Veranstaltungen würden mittlerweile auf die Jugend setzen, sie gezielt ansprechen. Sie gehen in die Schulen der Stadt und Ortsteile und werben um aktive Mitarbeit.

Am 30. November entscheidet sich, wer sich künftig für die Interessen der Jugend einsetzt. Allerdings wird es erstmals eine interne Wahl. Wegen des großen Aufwandes und geringen Interesses beim letzten Mal, erklärt Olaf Schmidt.

Melanie hofft jetzt, dass die neue Gruppe schnell zusammenwachsen wird und sich alle verstehen. Und, „dass die Neuen das ernst nehmen, ihren Mund aufmachen und wir zusammen so weitermachen“ für Ludwigslust.

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erstellt am 25.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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