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Ludwigsluster Tageblatt

04. Dezember 2016 | 02:57 Uhr

Ludwigslust/Wöbbelin : Neuer Radweg in greifbarer Nähe

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Weg von Wöbbelin nach Neustadt-Glewe auf Prioritätenliste für Lückenschlussprogramm / Bauerlaubnisvertrag vor Zustimmung

Die Prioritätenliste des Landkreises für den Radwegebau an Landesstraßen steht – und das Land will den gemachten Vorschlägen folgen. „Der Minister hat die Vorschläge aller Landkreise ausnahmslos bestätigt, so auch die des Landkreises Ludwigslust-Parchim“, erklärte Karen Reinschmidt-Schilling von der Pressestelle des Ministeriums für Energie und Landesentwicklung MV gestern auf SVZ-Anfrage. „Die priorisierten Maßnahmen werden in die Bauprogramme für 2015/2016 eingeordnet.“ Die Straßenbauämter seien beauftragt, diese Maßnahmen baurechtlich und -technisch vorzubereiten und den erforderlichen Grunderwerb zu tätigen.

 Auf der Liste steht auch der Radweg zwischen Neustadt-Glewe und dem Funkamt Wöbbelin. Und tatsächlich scheint Bewegung in das Projekt gekommen zu sein. Am 26. Februar sollen die Wöbbeliner Gemeindevertreter (im nicht öffentlichen Teil ihrer Sitzung) über einen Bauerlaubnisvertrag zwischen ihrer Gemeinde und dem Land entscheiden. Für Bürgermeisterin Viola Tonn eine Formsache. „Es geht nur noch um zwei kleine Flurstücke“, erklärte sie gegenüber SVZ. „Dem Vertrag für die anderen Flurstücke hatten wir bereits im Vorjahr zugestimmt.“ Der Radweg ist für die Wöbbeliner schon seit Jahren ein Thema. „Die Straße ist so schlecht, dass es lebensgefährlich ist, dort mit dem Fahrrad zu fahren“, so Viola Tonn. „Wir gehen davon aus, dass nun in diesem Jahr gebaut wird.“

 Die neue Trasse erhöht nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern schließt auch eine Lücke im regionalen Radwegenetz. Genau dieses Ziel verfolgt das Sonderprogramm, das das Land im vergangenen Jahr aufgelegt hat. Von 2014 bis 2016 will die Landesregierung jährlich fünf Millionen Euro zusätzlich in den Bau von Radwegen an Straßen in Trägerschaft des Landes investieren. Insgesamt rund 2,44 Millionen Euro dieser Mittel aus dem EU-Programm „EFRE“ sollen in den Landkreis Ludwigslust-Parchim fließen. Welche Radwege mit welcher Priorität berücksichtigt werden sollten, durfte der Landkreis vorschlagen. Eine Garantie stellt die Liste nach Überzeugung von Joachim Müller, Fachdienstleiter Regionalmanagement beim Landkreis, jedoch nicht dar. „Das Land hat nach wie vor die Entscheidungsfreiheit, Änderungen  vorzunehmen“, so Müller. „Es kann zu Verzögerungen bei einzelnen Vorhaben kommen, etwa wenn der Grunderwerb noch nicht abgeschlossen ist.“

Mehr Sicherheit könnte Radfahrern noch ein weiteres Projekt bringen – das Modellprojekt „Schutzstreifen für Radfahrer außerorts“, das im Amt Dömitz-Malliß jetzt in der Verlängerung läuft. Die Auswertung von Unfallzahlen, Geschwindigkeitsmessungen, Videobeobachtungen und anderen Daten läuft noch. „Ich sehe aber derzeit keinen Anlass, an den positiven Ergebnissen zu zweifeln“, sagte Bernd Sievers, im Energieministerium für Radverkehr zuständig, vor dem kreislichen Wirtschaftsausschuss. Richtig spannend wird es nach dem Symposium zum Abschluss des Modellprojekts im September in Berlin. „Dann beginnt die Diskussion, ob die Straßenverkehrsordnung entsprechend geändert werden soll“, so Sievers.

 

 

 

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erstellt am 19.Feb.2015 | 19:00 Uhr

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