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Ludwigsluster Tageblatt

29. September 2016 | 13:52 Uhr

Ludwigslust : Neue Schilder: Ausschuss fühlt sich ignoriert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bürger konnten im Internet zwischen drei Varianten wählen – die sich allerdings kaum unterschieden

Die Bürger hatten die Wahl: Wie soll das Schild aussehen, mit dem Gäste des Landkreises Ludwigslust-Parchim künftig an den großen Einfallsstraßen begrüßt werden? Doch groß waren die Auswahlmöglichkeiten genau genommen nicht, wie der Blick auf die Internetseite des Kreises zeigte. Zwei Vorschläge waren bis auf eine einzige Linie identisch, der dritte unterscheidet sich nur wenig. Das ist jedoch nicht der Hauptgrund, warum einige Mitglieder des Wirtschaftsausschusses sauer sind.

„Wir haben im Ausschuss mehrfach über die Willkommensschilder gesprochen, und dann trifft plötzlich der Verwaltungsvorstand die Entscheidung“, sagte Ausschussvorsitzender Christian Geier (CDU). „Da fühlt man sich als Politik nicht mitgenommen.“ Er selbst könne sich für keine der drei vorliegenden Varianten begeistern, hätte gern das Kreiswappen mit auf dem Schild gesehen. Einen Gestaltungsvorschlag mit Wappen hatte er auch noch an die Verwaltung geschickt, nachdem er von der Entscheidung des Verwaltungsvorstands erfahren hatte. „Eine Antwort habe ich bis heute nicht bekommen“, sagte er auf der jüngsten Ausschusssitzung.

Günter Matschoß, Beigeordneter des Landrates, hatte zuvor erklärt, dass die Schilder dem Corporate Design des Landkreises – dem beschlossenen einheitlichen Erscheinungsbild – angepasst seien. Das Grün auf dem Logo stehe für die Natur, das Blau für die Wasservielfalt und das Weiß für den frischen Wind. Hinzu komme der Schriftzug „Raum für Zukunft“. Briefköpfe, Internetauftritt und ähnliches seien so gestaltet.

Norbert Reier (Die Linke) betonte, dass der Wiedererkennungswert für Gäste, die in den Landkreis kommen, wichtig sei. Rainer Priebels (Umwelt, Piraten, Freie Wähler) bemängelte, dass sich in den Entwürfen gar nicht an das Corporate Design gehalten worden sei. Schriftart, Abstände, Logo würden nicht übereinstimmen. Außerdem wurde kritisiert, dass die Schrift zum Teil so klein sei, dass sie im Vorbeifahren kaum zu lesen sein dürfte. Am Ende nahm der Ausschuss – überwiegend zähneknirschend – zur Kenntnis, dass an der Auswahl kaum noch etwas zu ändern ist. Nico Skiba (CDU) regte aber an, dass man bei künftigen Gestaltungsdiskussionen Vorschläge von Kreistag und Bürgern aufnehmen und dann über die Varianten abstimmen lassen sollte. Dass das durchaus in naher Zukunft nötig werden könnte, ließ Günter Matschoß durchblicken. „Wir wissen nicht, was das Kreisentwicklungskonzept bringt. Vielleicht denken wir dann über eine Umgestaltung nach“, sagte er.

Die Umfrage endet jetzt. Bis gestern hatten sich rund 200 Bürger beteiligt. Dabei kristallisierte sich Variante 1 mit fast 60 Prozent als Favorit heraus. „Damit ist die Variante 1 Muster für das neue Begrüßungsschild“, so Kreissprecher Andreas Bonin. „Die abschließende Gestaltung auch der Rückseite der Tafel erfolgt in den kommenden Wochen.“ Zudem erfolge die Planung für die Standorte der Schilder. Läuft alles nach Plan, könnten im kommenden Jahr etwa 40 Begrüßungstafeln an Straßen im Landkreis aufgestellt werden.

 

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erstellt am 15.Sep.2016 | 18:30 Uhr

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