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Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 06:06 Uhr

Malliß : Mehr Verantwortung auf der Straße

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mallißer Regionalschüler testen beim Aktionstag der Ludwigsluster Verkehrswacht ihr Wissen über das richtige Verhalten im Straßenverkehr

Eine Runde auf dem Motorradsimulator drehen, die stabile Seitenlage üben, Gleichgewichtstraining auf dem Segway und Gespräche mit einem ehemaligen Polizeiseelsorger - all diese Stationen konnten die Schüler der Regionalen Schule in Malliß am Verkehrssicherheitstag absolvieren. Die Ludwigsluster Verkehrswacht will mit diesem Aktionstag die Verantwortung der Schüler im Straßenverkehr erhöhen und sie für mögliche Gefahren sensibilisieren.

Die 14-jährige Kessi zieht eine gelbe Warnweste an und setzt den Fahrradhelm auf. Vorsichtig steigt sie auf den Segway, eine Art elektrischen Roller, und fährt einen Slalom durch die Sporthalle. „Erst war ich mir nicht sicher, ob ich das Gleichgewicht halten kann, aber es ist viel einfacher als ich gedacht habe“, sagt die Achtklässlerin. Der Parcours auf dem Segway ist nur eine der elf Stationen, die die Schüler an diesem Tag durchlaufen können.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir den Aktionstag spontan noch auf die Beine stellen konnten. Erst vor einer Woche haben wir das Geld vom Energieministerium zugesagt bekommen. Aber in Zusammenarbeit mit der Schule hat noch alles rechtzeitig geklappt“, erklärt Karin Rühlicke, stellvertretende Vorsitzende der Verkehrswacht Ludwigslust. Auch sie leitet eine Station, bei der die Schüler eine so genannte Rausch- oder Drogenbrille tragen und einen vorgeschriebenen Weg entlang gehen sollen. „Das ist gar nicht so einfach. Alles ist verschwommen und man muss sich sehr konzentrieren, um überhaupt einen Fuß vor den anderen zu bekommen“, sagt der 15-jährige Joschua.

Auch die anderen Stationen sollen das Verhalten der Schüler im Straßenverkehr schulen. So wird bei einem Bremstest die Reaktionsfähigkeit gemessen, das Deutsche Rote Kreuz erklärt in einem Mini-Workshop das richtige Verhalten bei einem Unfall und auf einem Motorradsimulator erleben die Schüler, wie schnell Motorradfahrer in eine gefährliche Situation geraten können.

Dass Unfälle im Straßenverkehr nicht immer glimpflich ausgehen, erzählt Christophorus Baumert den Schülern. Der Diakon der katholischen Kirchengemeinde Dömitz war viele Jahre als Polizeiseelsorger tätig und musste Angehörigen Todesnachrichten überbringen. „Die meisten Unfälle, die ich überbringen musste, wären vermeidbar gewesen. Häufig führen Leichtsinn und Überschätzung gerade bei jungen Menschen zu Verkehrsunfällen, aber auch Drogen und Alkohol.“ Mit seinen Erfahrungen will er die Jugendlichen für solche Gefahren sensibilisieren, zum Beispiel dass sie nicht bei einem Betrunkenen in das Auto steigen oder selbst betrunken fahren.

An den verschiedenen Stationen konnten die Schüler der fünften bis zehnten Klassen an diesem Aktionstag das richtige Verhalten im Straßenverkehr schulen.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 10:10 Uhr

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