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Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 02:06 Uhr

Ludwigslust : Mehr Licht mit weniger Strom

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadt Ludwigslust rüstet Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen um / Stromfresser sollen nach und nach verschwinden

Dass es nachts dunkel wird, ist keine Nachricht wert. Wenn es dabei um abgeschaltete Straßenlampen geht, sieht es schon anders aus. Auf der letzten Ludwigsluster Einwohnerversammlung im Rathaussaal war es deshalb Thema. Es geht um die Straßenbeleuchtung, die nur noch die Hälfte ihrer Leistung bringt. Zwar hatten nur sehr wenige Bürger den Weg in die Stadtverwaltung gefunden. Die aber sprachen das Problem an. Namentlich im Grünen Weg und auch in der Suhrlandtstraße bemängeln Anwohner, dass es nachts zu dunkel in ihrem Stadtquartier ist.

Bürgermeister Reinhard Mach bestätigt, dass die alten Straßenlampen richtige Stromfresser sind. Nur noch jede zweite würde daher angeschaltet bleiben. „Wir gehen dabei von den Straßenkreuzungen aus. Die müssen beleuchtet bleiben. Davon ausgehend ist in der Regel jede zweite abgeschaltet“, erklärt der Bürgermeister. Die Alternative sei, die alten Lampen durch moderne LED-Leuchten zu ersetzen, die dann dimmbar – also in ihrer Leuchtintensität stufenweise einstellbar – seien. LED-Lampen, die mit Leuchtdioden arbeiten, gelten als ideale Energiesparer. Ihnen wird wegen dieser Eigenschaft eine glänzende Zukunft vorausgesagt.

Auch die Stadt Ludwigslust setzt auf Straßenbeleuchtung mit dieser Technik. In der westlichen Schlossfreiheit und im Uhlenhorst in Ludwigslust wurde zum Beispiel in diesem Jahr die vorhandenen Beleuchtungsanlagen durch eine hocheffiziente, dimmbare LED-Technik ersetzt – insgesamt zwölf Leuchtmasten. Das schreibt die Stadt auf ihrer Facebookseite. Die Baumaßnahme werde von der EU über den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) kofinanziert. Die Förderhöhe betrage 50 Prozent.

Jens Gröger, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung in der Ludwigsluster Stadtverwaltung, bestätigt, dass die Umstellung auf LED-Lampen in den kommenden Jahren fortgesetzt werden solle. „Noch nicht alle Förderbescheide, die Minister Christian Pegel im April dieses Jahres überreicht hat, sind abgearbeitet“, so Gröger. Nach seinen Worten sollen im kommenden Jahr die Eichenallee und die Neue Torstraße umgerüstet werden. Der Reiterweg und der Forstweg in Techentin sind ein Projekt, das von 2016 nach 2017 verschoben wurde. „Und dann müssen wir uns ernsthaft überlegen, wie es weitergehen soll“, so der Fachbereichsleiter. „Der Fördertopf ist noch nicht alle“, sagt Jens Gröger.

Die Umrüstungspläne stoßen nicht überall auf Gegenliebe. Anliegende Grundstücksbesitzer müssen schließlich einen Teil der Kosten mittragen. Allerdings mindere die Förderung den zu zahlenden Beitrag.

Mit der neuen Beleuchtung will die Stadt nicht nur jährlich tausende Kilowattstunden Strom sparen. Bekannt ist, dass die alten Lampen jedes Jahr auch Kosten von mehreren zehntausend Euro für Unterhaltung und Reparaturen verschlingen.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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